Montag, 3. Juni 2013
Nespresso und Umwelt
Ja, ich habe eine Nespresso-Maschine und ich weiß, dass die Kapseln dafür nicht gerade die umweltfreundlichsten sind. Aber da auch ich nur ein Mensch bin, bei dem Begehrlichkeiten und Werbung nicht unbedingt total abprallen, habe ich den Fehler vor einem Jahr gemacht und mir so eine Maschine bestellt. Und natürlich hat George Clooney auch seien Anteil daran:-). Auf der anderen Seite trinke ich gerne guten Kaffee und der von Nespresso schmeckt nun mal auch sehr gut. Nun gut, ich trinke nicht Unmengen und ich sammle die Kapseln und entsorge sie "umweltgerecht", trotzdem bleibt ein Rest von schlechtem Gewissen. Heute als ich das Entkalkungsset von der Firma Nestlé zugeschickt bekommen habe, hat mich aber schon die kalte Wut gepackt. Nicht nur, dass für 2 kleine Beutel ein Karton nötig war, nein unter dem Karton war noch ein zweiter aufwendig bedruckter Karton und darin lagen dann die 2 Beutel und was mich gänzlich in Rage brachte, sage und schreibe 5 Hefte in tausend Sprachen übersetzt alle mit dem gleichen Ziel, die Entkalkung zu beschreiben. Wenn das nicht Umweltverschmutzung pur ist, dann weiß ich nicht. Am liebsten hätte ich nach dem Öffnen, die ganze Maschine in den Müll geschmissen, so sauer war ich. Nun habe ich zwar an Nestlè geschrieben und mich darüber beschwert und auch hier meinen Beitrag gepostet, aber im Prinzip wird das wohl genauso wenig bewirken wie wenn ich China ein Sack Reis umfällt. Helfen wird wirklich nur, wenn ich und viele andere ganz auf solche Produkte verzichten. Sowie die erste Sollbruchstelle auftaucht, wird die Maschine entsorgt. Nach den letzten Erfahrungen mit meinen neuen Produkten kann das ja nicht allzu lange dauern.
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5 Kommentare:
Wir haben noch eine Kaffeemaschine aus DDR-Zeit. Die ist zwar zur Reserve eingelagert, aber noch voll funktionstüchtig. Unsere Kaffeemaschine in der Küche ist ca. 15 Jahre alt, mit Thermoskrug. Die hält und hält und hält ...
Aber klar, wenn man alleine ist, lohnt sich das Anschmeißen der Maschine nicht. Da ist so ein modernes Gerät doch praktischer.
Viele Grüße von Kerstin.
Ja,ja, der Clooney Schorsch! Mich hat der nicht gekriegt!
Nein, jetzt im Ernst: Ich finde das gut, dass du denen schreibst. Aber sicher wird das so sein, wie mit dem Sack Reis, der mal eben in China umfällt. Das lässt die kalt, weil die alle der Meinung sind, der Konsument hat zu tun, was die Konzerne ihm vorgeben.
Besonders gut finde ich, dass du darüber nachdenkst!! Und richtig, man muss das einfach nicht kaufen. Aber hinterher ist man immer klüger.
Selber machen wir schon lange herum wegen einer Espressomaschine. Einmal im Monat gehen wir z. B. zu Müller, oder in Ulm zu Abt und da schauen wir uns Espressomaschinen an, keine Kapselmaschinen wohlgemerkt, die wollte ich einfach nie. Nach vielen Besuchen sind wir nun endlich zu einem Resultat gekommen!
Sind wir eigentlich doof, dass wir für eine Espressomaschine zwischen 500 und 1500 Euro bezahlen, nur damit wir täglich unsere 2 Tässchen Espresso trinken können?
Was wir nun machen? Sehr simpel. Wir machen das, was die meisten Italiener immer noch machen, wir nehmen unsere kleine Espressomaschine, jene, die man auf die Herdplatte stellt, füllen Wasser ein, oben den Espresso, den wir wollen, dann kochen wir das und 3 Minuten später haben wir unsere 2 Tässchen. Das Kännchen kostet höchstens 30 Euro, es zaubert keinen Schaum und auch keinen sonstigen SchnickiSchnacki, aber uns reicht es.
Liebe Grüße, Brigitte
@Brigitte:Ja, meine Liebe, Ihr macht es genau richtig. Danke Dir trotzdem für Dein Verständnis:-). Aber genauso mache ich es dann demnächst auch, wenn die Maschine hinüber ist.
lieben Gruß
Brigitte
@Träumerle: Liebe Kerstin, ich finde es toll, wenn man so konsequent ist. Da kann ich mir leider keine Scheibe von abschneiden, aber ich wäre auch gerne so.
liebe Grüße
Brigitte
Norbert aus Maintal, ja wir haben auch eine Nespressomaschine.80,-E
hat diese gekostet. Mit den Kapseln wunderbar enfach. Du machst Dir wegen der Entsorgung zu viele Gedanken. Gehe doch mal mit offenen Augen einkaufen. Wer kauft sich jedesmal neue Einkaufstüten ? Dies ist doch viel schlimmer. Da macht sich der Verbraucher überhaupt keine Gedanken darüber.Schimpft aber auf die Industrie und die Ladenbesitzer. Es liegt aber am Verbraucher selbst. Wir haben schon seit mehr als 25 Jahren Beutel aus Stoff.!!! Ganz schlimm ist es bei den ach so armen Migranten mit den Plastiktüten.
Und wenn es bei den Talkhows auf dieses Thema Umwelt geht-klatscht der ganze Saal. An die eigene Nase greift sich aber niemand.
Gruß Norbert
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