Montag, 14. Februar 2011

Warum?

Ich frage mich wirklich, warum muss der Bürger das Unrechtsgefühl aushalten und der Straftäter darf ungehemmt weitermachen? Das kann es ja wohl nicht sein in einer sogenannten Demokratie. Gerade habe ich im Spiegel einen Artikel über den Sohn von Gaddafi gelesen, der im Verdacht steht, Waffen von Deutschland nach Frankreich geschmuggelt zu haben und auch andere Straftaten begangen zu haben und die Polizei darf nicht ermitteln, obwohl es zuverlässige Zeugen dafür gibt. Der Politik gefällt es nicht, wenn es wegen dieser Ermittlungen zu Spannungen zwischen Deutschland und Libyen deswegen kommen könnte und so wird jede Ermittlung gegen den Sohn von Gaddafi im Keime erstickt durch einen windigen Beschluss der Staatsanwaltschaft.  Ich verstehe das nicht, wieso immer mit zweierlei Maß gemessen wird und dass so etwas überhaupt bei uns möglich ist. Da besteht die Gefahr, dass Bremerhaven als Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate in die Statistiken eingeht, aber die Täter dürfen nicht dingfest gemacht werden, weil nicht die Gefahr der Flucht besteht und sie vielleicht einen festen Wohnsitz haben. So können sie dann ungestört weitermachen bis zum eventuellen Gerichtstermin, wobei dann die Strafe wahrscheinlich auch nicht höher ausfällt, ob es nun 3 oder 103 Einbrüche oder Raubüberfälle sind. Ich hatte ja selbst die Erfahrung, dass bei mir in der Wohnung ein Portemonnaie gestohlen wurde mit allen Karten und auch Bargeld drin. Man den Täter gleich danach gefaßt hatte, ließ diesen aber ungehindert laufen, weil er einen Wohnsitz hatte und eh schon strafbekannt war. Das Verfahren wurde dann auch wegen Geringfügigkeit gegen ihn eingestellt.  So etwas nennt man dann Gerechtigkeit?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Salut Brigitte,
Ein gemeinsamer Freund, Polizist, beklagte sich mal, dass der Täter, welchen er dingfest gemacht hatte, in der Zeit wo er seinen Bericht schreiben musste, schon freigelassen wurde und seine Grillwürste verzehren konnte bevor der Polizist zu Hause war.

juwi hat gesagt…

Hallo Brigitte,

mein Problem ist es, dass es mir nicht möglich ist, "Unrechtsgefühle auszuhalten". Für "die da oben" ist das offensichtlich kein Problem, aber mich hindert dieses Verhalten unserer sogenannten Volksvertreter daran "stolz darauf zu sein, dass ich ein Deutscher bin." Getreu meinem Motto "Think Global" habe mich eigentlich schon immer eher als "Weltbürger" gesehen. Daher liegen für mich China, Birma oder Nordkorea ebenso nah oder fern wie zum Beispiel Gorleben, Bremerhaven oder Berlin. Dass mich das aber nicht daran hindert, meine Heimat an der deutschen Nordseeküste zu lieben dürfte aus vielen meiner Artikel in "juwi's welt" wohl deutlich hervorgehen.

Gruß,
Jürgen