Montag, 26. Juli 2021

Wieder mal Zeit, sich ein bisschen aufzuregen

Gerade eben ein Beitrag im TV über die Mohrenstraße in Berlin. Diese darf nach einem neuen Gesetz oder Beschluß nicht mehr so benannt werden. Ich verfolge diese Diskussion schon eine ganze Weile und rege mich auch immer wieder über diese auf. Man muss doch auch mal die Kirche im Dorf lassen. Warum soll man eine Straße, die über 317 Jahre schon Mohrenstraße heißt, nun umbenannt werden, weil einige Leute meinen, dass es diese Benennung nicht mehr geben soll, weil damit Farbige oder besser Schwarze diskriminiert werden. Es ist richtig, heutzutage ist diese Bezeichnung abwertend und diskriminierend, aber muss man dann sofort alles was "Mohr" im Namen beinhaltet umbenennen? Ich denke z.B. überhaupt nicht an ein schwarzen Menschen, wenn ich einen "Neger- oder Mohrenkuss" esse. Dass die Menschen sich diskriminiert fühlen, wenn sie heute noch als "Neger" beschimpft werden verstehe ich absolut und auch, dass die Sinti und Roma nicht mehr Zigeuner genannt werden wollen, aber z.B. nennen sie sich als Musiker oft selbst als Mitglieder von Zigeuner-Bands oder Orchester und auch im Englischen sind es immer noch die Gypsis. Meiner Meinung nach muss deshalb auch nicht extra das "Zigeunerschnitzel" unbenannt werden, denn im Zusammenhang mit der Küche ist dies eher eine Wertschätzung als eine Abwertung. Dass die Menschen im Zusammenhang mit Ihrem Leid in der Geschichte nicht mehr so genannt werden wollen, verstehe und respektiere ich voll, aber ich erwarte auch ein bisschen Toleranz im Gegenzug und keinen kleinkarrierten Eiertanz wie bei den obengenannten Beispielen. 

Donnerstag, 27. Mai 2021

Kann ich nicht nachvollziehen ....

In unserer heutigen Tageszeitung NZ ein großer Artikel, dass die Gewalt im Netz entgleitet und immer mehr Kinder laut Statistik zu Opfern – vor allem von sexueller Kriminalität werden. Warum um Hergottswillen werden denn solche Seiten überhaupt im Netz zugelassen. Warum kann man sexistische, rassistische und Seiten, die zur Gewalt aufrufen und die zur Nachahmung führen können, nicht einfach verbieten? Okay, jetzt kommen wieder die Leute, die sagen, dass wir doch keine Zensur in unserem Land haben wollen, aber in diesem Fall empfinde ich das nicht als Zensur, sondern als Strafvereitelung. Und wenn China und andere Länder z.B. teilweise das ganze Internet zensieren und nur die Sachen zulassen, die für sie wichtig sind, muss es doch auch bei uns möglich sein, diese ausufernden und zur Gewalt aufrufenden Seiten zu verbieten. Ich bin normalerweise auch gegen eine Zensur, aber Straftaten müssen davon einfach ausgenommen werden. 

Wenn ich erst anfange, über einige Dinge nachzudenken, fallen mir mehrere Sachen ein, die so einfach zu erledigen oder zu beseitigen wären, wenn nicht immer unsere erbsenzählerische Bürokratie dazwischen käme und alles kompliziert macht. 

Gestern ein Beitrag über digitale Impfausweise. Herr Spahn hat wieder seinen mediawirksamen Auftritt und verspricht wieder Dinge, die er nicht einhält, d.h. er verspricht digitale Impfausweise für alle bis zum ende des 2. Quartals. Gleich danach kommt ein Beitrag, dass man den digitalen Impfausweis z.B. in der bayerischen Gemeine Altötting schon seit Anfang April hat. Es ist eine kleine Plastikkarte mit dem persönlichen Foto und einem QR-Code auf der Rückseite, die ihren Zweck voll erfüllt. Diese kleine Karte kann jeder bei sich haben und muss sich nicht extra ein Smartphone kaufen, um den Ausweis vorzuzeigen. Hier hat endlich mal ein Gemeinde-Chef selbst die Initiative ergriffen und Fakten geschaffen, die für den Bürger nur vorteilhaft sind. Warum geht das nicht im Großen. Bekommt jetzt wieder jedes Bundesland seinen eigenen digitalen Impfausweis auf dem Handy oder wie soll das funktionieren. Bundesweit mal einheitlich zu arbeiten und alle Ausweise aus einem Pool zu senden, geht anscheinend nicht, zumal auch hier für die Ausstellung schon wieder die Ärzte und die Apotheken im Gespräch sind, die diese Mehrarbeit aber sicherlich nicht ohne große Bezahlung bringen werden und die großen teuer gebauten Impfzentren stehen leer in der Gegend rum und werden durch unsere Steuergelder finanziert. 

Eigentlich müsste die Politik mal ein großes Fass aufmachen mit der Überschrift 

                                  EINHEITLICHE ORGANISATION DER BÜROKRATIE

                                                               IN DEUTSCHLAND

Unter diesem Label könnte man sicher noch tausend andere Dinge organisieren, wie z.B. die Steuererklärung, die Gesetzgebung, die Strafverfolgung, die Ausbildung und Ausübung der Polizei, Feuerwehr und Ordnungs- und Verkehrsämter sowie alles was unter Schul-, Universität-, und Lehramtsausbildung fällt. Dabei müßten dann natürlich auch die Lehrpläne bundeseinheitlich sein. Ganz wichtig wäre natürlich auch die Digitalisierung und die Klimarelevanten Maßnahmen und Beschlüsse. Wenn diese Sachen alleine nur aus einer bundesrechtlichen Hand geschneidert und anschließend natürlich auch angewandt werden, wären wir schon einen riesigen Schritt weiter. 


Sonntag, 9. Mai 2021

Der Fluch des Smartphones ...

Gerade habe ich eine Dokumentation über "Die Macht von Social Media - Wie Influencer unser Leben verändern" gesehen. Sehr interessant und gleichzeitig beängstigend. Nachdem die Polizei in den letzten Tagen und Wochen wieder einmal ein großes Netz an Pädophilen aufgedeckt und ausgehoben hat, wird einen doch so langsam angst und bange, was durch die Veröffentlichung von privaten Fotos auf dem Handy, bei Facebook, Instagram und natürlich auch in den Blogs alles so passieren kann. Allein die Tatsache, dass im Dark Net 400.000 Akten mit ganz gewöhnlichen nicht nackten Kinderfotos gespeichert und rumgeschickt werden, an denen sich die Pädophilen aufgeilen, ist für mich der blanke Horror. Und wie wir durch die Geschichte mit dem Fußballer Metzelder erfuhren sind auch nicht nur Männer an diesen Fotos interessiert. Mir wird ganz schlecht, wenn ich von diesen Geschichten höre und ich kann einfach nicht begreifen, dass so ein Missbrauch überhaupt möglich ist. Männer und Frauen, die Missbrauch betreiben müssen meiner Meinung nach zuerst therapiert und anschließend lebenslang eingesperrt werden, da gibt es für mich kein Pardón. Ich finde es einfach zu gefährlich, diese Menschen wieder in die Freiheit zu entlassen, denn die Gefahr, dass sie dann wieder rückfällig werden, ist mir da zu groß. Klingt sehr hart, aber da ich keine andere Lösung weiß, ist das für mich die Lösung. 

Doch zurück zu den Influencern und was sie sich und ihren Anhängern antun, obwohl ich denke, dass auch die Zunahme des Missbrauchs mit der ständigen Verfüg- und Nutzbarkeit der Handys zu tun hat. Diese Influencer beschäftigen sich einzig und allein den ganzen Tag mit sich selbst. Sie filmen sich im Laufe des ganzen Tages immer wieder selbst, preisen Kosmetika oder sonst irgendwelche Modesachen an und verdienen damit, wenn sie es zu einem gewissen Grad von Bekanntheit geschafft haben, ein hübsches Sümmchen Geld. Im TV sprachen die Dokumentatoren dann auch von teilweise 5stelligen Summen im höheren Bereich. Dass sich dafür aber täglich eine Dreizehnjährige mit der Genehmigung ihrer Mutter, die, man höre und staune Ärztin ist, sich wie ein erwachsenes Model freizügig auf ihrem Influencerkanal präsentieren muss, scheint niemanden, außer jetzt vielleicht Oliver Pocher mit seiner Frau zu stören, wobei gerade die beiden meiner Meinung nach in Sachen öffentlicher Selbstdarstellung auch nichts anbrennen lassen und mit Fäkalwörtern in der Öffentlichkeit auch nur so um sich werfen. Einzig und allein ihre Kinder halten sie aus der Öffentlichkeit raus, aber als leuchtendes Vorbild würde ich diese beiden nun auch nicht gerade ansehen. Und diese Influencer haben dabei meistens keinen erlernten Beruf oder üben sonst eine Tätigkeit aus, mit dem sie ihr tägliches Brot verdienen. Sollte es eines Tages aus und vorbei sein mit der Influencer-Tätigkeit wird es ihnen sicherlich schwerfallen, wieder ganz normal ihr Geld zu verdienen und sich vielleicht sogar einem Chef /in unterordnen zu müssen. Auch wird es ihnen und ihren Kindern schwerfallen ohne die Produktvielfalt, die ihnen so tagtäglich kostenlos zur Verfügung steht, klar zu kommen. Aber vielleicht rege ich mich auch zu viel auf und es regelt sich alles ganz von allein, wenn die Influencer-Ära irgendwann mal vorbei ist und eine andere Schiene eröffnet wird. 

Auf jeden Fall regt es mich auch immer wieder auf, wenn ich auf der Straße, in Restaurants oder Cafés, die Leute nur an ihrem Handy rumfummeln sehe. Vor einiger Zeit als es noch erlaubt war, in der Eisdiele zu sitzen und ein Eis zu essen, saß am Tisch nebenan  ein Elternpaar mit einem kleinen Kind, wobei das Elternpaar eine geschlagene Stunde nur am jeweils eigenen Smartphone rumhantierte und das Kind sich mit sich allein beschäftigen musste. Ist das nicht traurig? Ich erlebe das auch immer wieder auf Feiern, wo man sich mit seinem Handy beschäftigt anstatt sich miteinander zu unterhalten. Ich war natürlich geneigt, die jungen Eltern darauf anzusprechen, aber die Gefahr, dass ich mir eine wüste Beschimpfung gefallen lassen müsste, ließ mich dann doch innehalten. Geärgert habe ich mich anschließend darüber trotzdem, denn es ist auch gerade diese Ignoranz und die Feigheit und ich schließe mich damit nicht aus, sich nicht einzumischen, wenn etwas nicht richtig ist. Dieses Verhalten fördert, dass sich die Menschen immer weniger um das Fehlverhalten anderer kümmern und nachher will keiner davon etwas mitbekommen haben. Früher war ich da auch mutiger, aber jetzt habe ich oft selber Angst, durch meine Einmischung eins auf die Nase zu kriegen. Richtig ist das nicht, denn dadurch werden wir immer mehr zu Feiglingen und Duckmäusern anstatt dass wir uns mehr einmischen und aufbäumen. Man muss ja nicht gleich zum Querdenker werden und alles in Frage stellen, aber so ein bisschen mehr Solidarität mit den Schwächeren und Einstehen für Ungerechtigkeit könnte in unserem Volk schon verbreitet sein. Solange alles in geordneten Bahnen vor sich geht und Gewalt außen vor bleibt, wünsche ich mir das schon des Öfteren von mir und meinen Mitmenschen. Aber da muss man wohl erst einmal mit gutem Beispiel voran gehen und das nehme ich mir für die Zukunft mal als erstes näheres Ziel vor. Denn wie heißt es doch immer so schön: Mit dem ersten Schritt beginnt der Weg zur Besserung. 



Mittwoch, 5. Mai 2021

Corona und die Welt

Manchmal stelle ich mir vor, ich wäre Corona und wie dann meine Sicht der Dinge ausfallen würde? Wie fühlt man sich wohl als Virus und die ganze Welt tanzt nach der eigenen Pfeife? Also, ich stelle es mir unendlich schwer vor und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man sich heute als Corona-Virus in welcher Mutation auch immer auf irgendeine Art und Weise wohl fühlen würde. Es muß doch fürchterlich sein, wenn man von jedermann gehaßt und verfolgt wird und jeder einem nur das Endliche wünscht ohne wenn und aber. Da bin ich dann doch wieder froh ein Mensch zu sein und kein Virus. Macht und Gier gehören sowieso nicht zu meinen wünschenswerten Eigenschaften und deshalb fühle ich mich zwar manchmal in der Coronazeit auch total machtlos, aber das gehört eben auch zum Leben dazu. Und im allgemeinen bin ich eigentlich auch für eine freiheitliche, demokratische Gesellschaft, aber in letzter Zeit erwische ich mich des öfteren bei dem Gedanken, dass es doch eine allemeine Impfpflicht bei Corona geben müßte. Ich kann einfach die Argumente derer nicht verstehen, die sich strikt weigern, sich impfen zu lassen. Normalerweise bin ich auch der Meinung, dass jeder für seinen Körper selber verantwortlich ist, aber wenn ich durch meine egoistische Einstellung andere in Gefahr bringe, hört mein Verständnis für diese Meinung auf. Und genau das geschieht zur Zeit bei vielen Querdenkern. Sie fühlen sich in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt und verweisen auf die Grundrechte. Wenn jemand sich nicht impfen lassen will, weil er eine Vorerkrankung hat, die aufgrund einer Corona-Impfung erneut ausbrechen könnte oder sie verschlimmern könnte, kann ich die Weigerung noch nachvollziehen, aber bei den meisten Leuten sind es doch meistens an den Haaren herbeigezogene Argumente. Zu denen würde ich am liebsten sagen, gut, dann schicke Deine vorgesehene Impfdosis nach Indien oder in ein anderes Land, wo die Leute sich glücklich schätzen würden, wenn es überhaupt die Möglichkeit zur Impfung geben würde. Ich würde fast auch so weit gehen, dass ich den Impfverweigerern die Behandlung verweigern würde, wenn sie dann an Corona erkranken sollten, aber ich glaube, da würde ich im Endeffekt doch einen Rückzieher machen, denn das brächte ich dann doch nicht fertig, die Leute einfach so sterben so lassen. Und ich sage da Gott sei Dank, denn zum Monster möchte ich dann doch nicht mutieren. Das reicht dann schon, wenn das der Virus tut. Also, doch lieber ein Mensch mit allen Ecken und Kanten sein als so ein verdammter Virus. 


Donnerstag, 15. April 2021

Ich kriege so langsam die Krise ....

weil ich das Geschwafel der Politiker, sprich hauptsächlich der einzelnen Ministerpräsidenten über die nächsten Maßnahmen in der Pandemie nicht mehr hören kann. Da bemüht sich Angela Merkel, diese Herren endlich mal auf eine Linie zu bringen, aber da steht sie glaube ich auf verlorenen Fuß. Jeder weiß dieses oder jenes besser und die Infektionen steigen und steigen und die Zahl der Toten auch. Aber hauptsache, die Menschen fühlen sich nicht eingesperrt, weil es ja so eine große Freiheitsberaubung ist, wenn man sich nachts zwischen 21 und 5 Uhr morgens nicht auf der Straße bewegen kann. Ich finde das lächerlich. Für mich zählen einzig und allein die Aussagen der Mediziner, die am Rande ihrer Kräfte sind und uns täglich sagen, dass wir Gefahr laufen, auch noch eine vierte Welle zu bekommen, wenn wir es nicht endlich schaffen, die Inzidenzwerte überall runter zu bekommen. Und wenn ich dann höre, wie die alle hin und her und rauf und runter diskutieren, anstatt endlich geschlossen zu handeln.  

Dienstag, 13. April 2021

Oh Mann, muß Bremen denn immer aus der Reihe tanzen?

Nun versucht Angela Merkel endlich, dass es demnächst eine einheitliche Lösung für die Einschränkungen in der Pandemie geben soll und schon schert Bremens Regierungschef wieder aus der Reihe und findet die Ausgangssperre als unrechtmäßig. Müssen wir uns hier in Bremen immer nur mit Negativ-Schlagzeilen hervor tun? Ist das nur ein Männer-Problem? Können die es alle nicht ab, dass Angela Merkel als starke Frau, die Zügel jetzt in die Hand nehmen will damit wenigstens etwas mal einheitlich geregelt wird? Ich bin ja mal gespannt wie das nach ihrer Amtszeit aussehen wird. Das Säbelrasseln geht ja jetzt schon wieder los zwischen Söder und Laschet, obwohl sich beide versprochen hatten, es nicht dazu kommen zu lassen. Meine Meinung ist ja, dass Söder der geeignete Kandidat wäre, Laschet ist mir zu wackelig in seinen Entscheidungen. Aber nun ist es ja auch schon fast wieder fraglich, ob Söder trotz der guten Umfrageergebnissen überhaupt eine Chance hat, wenn die Union geschlossen hinter Laschet steht. Ich denke, dass das ein großer Fehler ist, denn wenn die tatsächlich Laschet zum Kanzlerkandidaten wählen dann bekommt die CDU mit dem Wahlergebnis im Herbst die Klatsche, denn die Bevölkerung will ganz klar Markus Söder. Aber es wäre ja nichts Neues, dass die Politiker an der Bevölkerung vorbei handeln. Ja, und wenn dann tatsächlich die SPD vielleicht mit den Grünen an die Macht kommen, dann haben sie es auch nicht anders verdient. Bin mal gespannt wie das weiter geht.  

Sonntag, 28. März 2021

Vertrauen in der Politik und Vertrauen in die Politik ...

Ich begreife nicht, wie es angehen kann, dass die Presse bei den Minister-Presse-Konferenzen mit Angela Merkel zeitgleich von den laufenden Diskussionen Kenntnis erlangt. Vielleicht sollte man die Handys mal vorher einsammeln (was aber wahrscheinlich unmöglich ist) oder ein absolutes Schweigegebot gegenüber Außenstehenden aussprechen. Und wenn dann immer noch Meldungen nach außen dringen, sollte man diese Leute aus der Konferenz aussperren oder anderweitig bestrafen(was wahrscheinlich aufgrund des Föderalismus und der damit eigenen Entscheidungsfreiheit der jeweiligen Länder auch nicht möglich ist). Trotzdem, was sind denn das für Politiker, die sich nicht einmal an diese Regeln halten. Da muß doch der Bürger das Vertrauen in die Politiker verlieren. Dass Angela Merkel müde ist von diesem ganzen Tohuwabohu ist, kann ich mir auch gut vorstellen. Vielleicht ist es ganz gut, wenn jetzt ein Wechsel kommt, damit die Bevölkerung endlich erkennt, was sie an dieser großartigen Politikerin hatte. Und ich hoffe dann ja, dass Markus Söder der neue Kanzler wird, denn er ist anscheinend der einzige von den bis jetzt genannten, von dem man erwarten kann, dass er die Krise weiter gut bewältigen kann. Jedenfalls ist das meine Meinung. Ich hätte zwar auch gerne die Grünen mit in der Verantwortung, aber ob das mit Söder zusammen geht, bezweifel ich. Meine Alternative wäre dann eine Koalition von SPD und Grünen, bei der dann Olaf Scholz der nächste Kanzler wäre, denn der kann wengistens mit Geld umgehen und ist auch nicht unbedingt so machtgierig wie die anderen. 

Sonntag, 21. März 2021

Uns geht es einfach zu gut

Wo leben wir eigentlich? Wenn ich die Bilder aus Kassel über die Demonstration gestern sehe, frage ich mich, ob die Leute, die dort prostestieren noch ganz richtig im Kopf sind. Wenn wir keine anderen Sorgen haben, als in dieser Pandemie Masken zu tragen und die Lockdowns durchzustehen, bei denen die Einschränkungen schon für manche hart sind, aber eben unabdingbar wegen der Gefahr, dass die Infektionen wieder in ungeahnte Höhen steigen und es da kein Argument gibt, die Lockdowns zu lockern. Klar passieren dabei auch immer wieder Ungerechtigkeiten, die ich auch nicht entschuldigen will, aber wir sind alle Menschen und Menschen machen auch Fehler. Aber im großen und ganzen hat unser Land die Pandemie ganz gut in den Griff bekommen, auch wenn jetzt die dritte Welle voll zuschlägt, was aber wohl kein Land verhindern kann. Und uns mit Israel oder anderen kleinen Ländern zu vergleichen ist auch nicht korrekt, da dort eben ganz anders gehandelt werden kann als in den großen Ländern. Und alle Vorwürfe, dass die USA und Großbritannien z.B. mehr Impfstoff haben und unbürokratischer durchimpfen, sind unberechtigt, weil wir Deutschen eben doch von Haus aus eher die Erbsenzähler und Korinthenkacker sind und wir das auch nicht so schnell abschütteln können. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute eine Impfung verweigert hätten, wenn wir nur Notzulassungen gehabt hätten und man sich überall hätte impfen lassen können. Trotzdem verstehe ich die gestrigen Ausschreitungen in Kassel überhaupt nicht. Diese Leute müssten richtig zur Kasse gebeten werden und wenn sie mal erkranken sollten, sollten sie auch selbst für ihre Behandlungen bezahlen müssen. Es kann einfach nicht sein, dass ich mich gegen die derzeitigen Maßnahmen auflehne und mich dann aber im Notfall auf die Solidarität berufe und Hilfe von denjenigen verlange, die sich systemkonform verhalten haben. Dass manche Leute sich nicht impfen lassen wollen, ist ihre Sache, aber dann darf man auch nicht erwarten, dass andere für sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen. Ich verstehe auch nicht die Pfleger/innen und Krankenschwestern sowie andere in den sozialen Systemen arbeitenden Menschen, die die Impfung verweigern.  Diese dürften dann eben nicht in solchen Berufen arbeiten, wo ihre Haltung eine Gefährdung für die anderen ist.

Freitag, 19. März 2021

Wir müssen ....

höre ich am Tag hundertmal, doch es ändert sich nichts. In jeder Sendung über Corona wird gefordert, dass wir jetzt endlich anfangen müssen, die Bevölkerung durchzuimpfen. "Wir müssen" die Ärzte einbinden, denn die Bevölkerung wird lieber von ihrem Hausarzt geimpft als in Impfstationen. "Wir müssen" endlich dafür sorgen, dass genügend Impfstoff vorhanden ist, denn es kann nicht sein, dass z.B. Israel, die Vereinigten Emirate und Großbritannien auf der Liste der bereits geimpften Bevölkerungen ganz vorne stehen und wir ganz hinten. "Wir müssen" darauf achten und entsprechende Gesetze schaffen, dass Politiker mit dem Leid anderer Geld scheffeln ohne Ende. Und auch auf der anderen Seite höre ich "wir müssen" tagtäglich. "Wir müssen" die Lockdowns aufheben, "wir müssen" die Schulen und Kitas dringend wieder öffnen, da die Kinder und auch die Familien zunehmend darunter leiden. Die häusliche Gewalt nimmt immer mehr zu und auch die älteren Schüler brauchen den geregelten Unterricht, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. 

Und so bleibt es nicht aus, dass ich nach diesem ganzen "Wir müssen-Gerede" den Eindruck habe, das ist alles nur Bla-bla und es passiert im Grunde nichts. Im Gegenteil, die jetzt getroffenen Entscheidungen verschlimmern das Ganze. Wie kann man Flüge und Reisen nach Mallorca erlauben, Ferien in den eigenen Bundesländern aber nicht. Die Friseure durften als erstes ihre Geschäfte wieder öffnen, die anderen aber nicht, nur weil die Menschen es angeblich nicht mehr mit Würde ertragen konnten, dass die Haare zu lang wurden. Ich sage dazu nur: Armes Deutschland! Es gibt da wirklich Wichtigeres und fangt endlich an zu handeln und hört auf tagtäglich zu jammern und zu lamentieren. 

Wo ist das Problem?

Meine Wut wird auch von Tag zu Tag größer und zwar nicht, weil ich ein Querdenker bin, sondern weil ich unsere Politik einfach nicht mehr verstehe, aber auch nicht die Leute, die täglich darüber jammern, dass der Lockdown immer noch besteht. In der Politik ist es anscheinend nicht möglich, dass sich die Länder endlich mal an die vermeintlich klaren Absprachen halten, nein aus wahlpolitischen Gründen scheren immer wieder einige Ministerpräsidenten aus und kochen ihr eigenes Süppchen. Für mich unverständlich und einfach nur unsolidarisch, weil letztendlich die ganze Nation unter diesen Alleingängen zu leiden hat. Andererseits verstehe ich aber auch einige Lockdownregeln nicht. Warum kann man bei Real und anderen großen Supermärkten einkaufen, beim kleinen Einzelhandel aber nicht. Die Friseure konnten als erstes wieder ihre Türen öffnen, obwohl sie ja nun wirklich körpernah am Menschen ihren Beruf ausüben. Ein bisschen verstehen kann ich, dass die Gastronomie noch geschlossen bleiben soll, da ich denke, dass die Hygienemaßnahmen im Grunde nur von den Betrieben durchgeführt werden können, die von Haus aus finanziell einigermaßen gut gestellt sind. Wie soll das ein normaler Gastwirt machen, der eh nur schwer über die Runden kommt. In Bremerhaven sind diese kleinen Kneipen oder Restaurants bestimmt nicht in der Lage sichere Konzepte anzubieten, um ihre Gäste zu schützen. 

Ein anderer Punkt, den ich nicht verstehe ist, warum Deutschland nicht endlich mal in der Lage ist, die Bürokratie, die alle erheblich behindert abzubauen. Das wird natürlich ein unheimlich schweres Projekt, aber wenn wir das nicht irgendwann schaffen, graben wir uns selber ein Grab. Ich habe z.B. heute versucht, einen Paragraphen vom Pflegegesetz zu verstehen, aber das ist mir nicht gelungen, obwohl ich da ja nicht ganz unbewandert bin. Wenn man allein die Sätze liest, die dort verfaßt worden sind, fragt man sich, ob die Leute, die diesen Unsinn verfaßt haben, noch alle Tassen im Schrank haben. Auf der anderen Seite bekomme ich monatlich eine Rechnung vom Pflegedienst, die ich aufgrund dieser dort angeführten Paragraphen nicht aufschlüsseln bzw. verstehen kann. Wieso bekommt z.B. ein Pflegedienst von jedem einzelnen Patienten einen Ausbildungszuschlag und eine Ausbildungszulage, sowie eine Investitionsabgabe? Wenn ich eine Rechnung von einem Bäcker, Autohaus oder sonstiges bekomme, sehe ich diese Positionen z.B. nicht. Wieso auch? Meines Erachtens muß der Inhaber eines Betriebes eigentlich auch selber für seine Auszubildenden zahlen und auch die Investitionen müßten eigentlich durch den erwirtschafteten Gewinn bezahlt werden. Wieso soll ich als Patient dies von meinem Geld beim Pflegedienst machen? 

Alles in allem sollte bei uns mal langsam darüber nachgedacht werden, ob die Sache mit dem Föderalismus uns nicht immer wieder in die Bredouille bringt. Jedes Land hat seine eigene Bürokratie und das bremst uns in vielen Dingen aus. Und das gilt nicht nur für die Pandemie, die wir nicht in den Griff kriegen, sondern betrifft genauso die Digitalisierung, die Klimaforschung, das Bildungswesen und natürlich auch das Gesundheitssystem, von der Handhabung der Migrationspolitik und Einwanderungspolitik mal ganz abgesehen. Der Föderalismus funktioniert in der heutigen Zeit, in der es auf schnelles einheitliches Handeln ankommt, nicht mehr. 

Sonntag, 13. Dezember 2020

Endlich - harter Lockdown in Deutschland

Ich finde es total gut und richtig, dass heute der wohl einheitliche Beschluß aller Länder bekanntgegeben wurde, dass es ab Mittwoch bei uns einen harten Lockdown geben wird. Ausnahmeregelungen für Weihnachten wird es auch geben, d.h. es können sich weiter wie bisher bis zu 5 Personen aus 2 Haushalten plus zusätzlich 4 Personen an Weihnachten treffen, aber dafür hat man den Lockdown auch für Silvester ausgerufen, d.h. vom Einzelhandel dürfen keine pyrotechnischen Produkte verkauft werden. Es wird auch hier bestimmt wieder viele geben, die dann doch Raketen steigen lassen und auch knallen werden, aber ich habe für diese Leute überhaupt kein Verständnis und hoffe nur, dass die dann auch kräftig zur Kasse gebeten werden, wenn sie dann doch knallen. Die ganze Situation ist schon beängstigend und deshalb finde ich diesen harten Lockdown durchaus gerechtfertigt und die Diskussion darüber, ob und überhaupt notwendig gibt es bei mir schon lange nicht mehr. Diejenigen, die immer noch nicht einsichtig sind und am liebsten alles so weiterlaufen lassen würden wie bisher oder etwas noch weitere Lockungen fordern, sind für mich Idioten, die nur egoistisch denken. Das klingt zwar hart, ist aber meine Meinung! 

Und so lasse ich die Dinge nun mal ganz ruhig auf mich zukommen, habe nur eine Hoffnung, dass sich meine Ischiasschmerzen oder das Pirifrnis Syndrom (was ich eher glaube) bald mal vorbei oder erst einmal überhaupt erträglich werden. Morgen kommt die Krankengymnastik-Therapeutin nach Hause zu mir und ich bete darum, dass ihre Behandlung zumindest die ärgsten Schmerzen sofort lindern kann, denn so geht es einfach auch nicht weiter. 

Und im Prinzip können doch alle froh sein, dass sie jetzt durch die schnelle Entscheidung viel Geld sparen können, denn sie können jetzt mit Fug und Recht behaupten, sie hatten keine Möglichkeit mehr durch diesen Lockdown noch rechtzeitig alle Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, denn wer von Herzen schenkt, kauft es meist auch schon etwas früher ein und die, die es immer auf dem letzten Drücker machen, wozu ich auch gehöre, lernen dadurch vielleicht doch mal, dass es besser ist, die Geschenke schon früher zu kaufen.


Montag, 23. November 2020

Wem gehört unser Leben? Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben

Nach monatelangem grottenschlechten Fernsehangebot, gab es heute ein wahres Highlight. Das Justizdrama "Gott" von Ferdinand von Schirach für mich ein Meisterstück und ich kann eigentlich nicht verstehen, warum das Interesse an diesem Thema anscheinend so gering ist wie es mir im Moment gerade vorkommt. Ich habe einige Freundinnen angerufen und sie gefragt, ob sie sich die Sendung anschauen, aber keine hat mir mit Ja geantwortet. Ich fand die Darsteller in diesem Stück sehr gut und die dargestellten Meinungen sehr interessant.

Im Frühjahr diesen Jahres wurde vom Bundesverfassungsgericht das folgende Urteil gesprochen:

"Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst als Ausdruck persönlicher Autonomie auch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, welches das Recht auf Selbsttötung einschließt. Der Grundrechtsschutz erstreckt sich auch auf die Feiheit, hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen und sie , soweit sie angeboten wird, in Anspruch zu nehmen (....). Dieses Recht besteht in jeder Phase menschlicher Existenz."

In der Sendung ging es darum, ob man in Deutschland das Recht haben sollte den eigenen Suizid mit der Hilfe eines Arztes oder anderen Menschen möglich sein soll. In dem Stück wollte ein 78jähriger im großen und ganzen gesunder Mann sein Leben beenden, indem er ein Medikament beantragt hat, dass ihm ein Arzt verabreichen sollte. Die Auslieferung dieses Medikamentes wurde ihm verweigert und so kam es zu dieser im Fernsehen geführten Diskussion, ob es richtig ist oder nicht über seinen eigenen Tod zu bestimmen und damit die HIlfe eines Mediziners in Anspruch zu nehmen. Es ist ja so, dass einem kein Mensch den eigenen Selbstmord verbieten kann, aber den Unterschied macht es, wenn man dabei die Hilfe von anderen braucht, die einem das Medikament verabreichen könnten.  

Nach diesem Kammerspiel konnten die Zuschauer abstimmen, ob sie dafür oder dagegen wären, dass den Suizidwilligen bei ihrem Freitod Beihilfe gewährt werden sollte oder nicht? Für mich eine große Überraschung, dass 70,8 % der Wähler ihre Zustimmung gegeben haben und 27 % dagegen waren. Ich war übrigens auch dafür, dass der Mensch eigentlich in jeder Phase seines Lebens auch sein Ende selbst bestimmen können muß. Voraussetzung für mich wäre nur, dass der Patient wirklich bei Sinnen ist und sich nicht gerade in einem Stadium befindet, in dem man vermuten könnte, dass diese Phase bald vorbei ist. 

Wenn Ihr diesen Post lest und die Sendung auch gesehen habt, würde mich Eure Meinung auch sehr interessieren.


Montag, 16. November 2020