Sonntag, 28. März 2021

Vertrauen in der Politik und Vertrauen in die Politik ...

Ich begreife nicht, wie es angehen kann, dass die Presse bei den Minister-Presse-Konferenzen mit Angela Merkel zeitgleich von den laufenden Diskussionen Kenntnis erlangt. Vielleicht sollte man die Handys mal vorher einsammeln (was aber wahrscheinlich unmöglich ist) oder ein absolutes Schweigegebot gegenüber Außenstehenden aussprechen. Und wenn dann immer noch Meldungen nach außen dringen, sollte man diese Leute aus der Konferenz aussperren oder anderweitig bestrafen(was wahrscheinlich aufgrund des Föderalismus und der damit eigenen Entscheidungsfreiheit der jeweiligen Länder auch nicht möglich ist). Trotzdem, was sind denn das für Politiker, die sich nicht einmal an diese Regeln halten. Da muß doch der Bürger das Vertrauen in die Politiker verlieren. Dass Angela Merkel müde ist von diesem ganzen Tohuwabohu ist, kann ich mir auch gut vorstellen. Vielleicht ist es ganz gut, wenn jetzt ein Wechsel kommt, damit die Bevölkerung endlich erkennt, was sie an dieser großartigen Politikerin hatte. Und ich hoffe dann ja, dass Markus Söder der neue Kanzler wird, denn er ist anscheinend der einzige von den bis jetzt genannten, von dem man erwarten kann, dass er die Krise weiter gut bewältigen kann. Jedenfalls ist das meine Meinung. Ich hätte zwar auch gerne die Grünen mit in der Verantwortung, aber ob das mit Söder zusammen geht, bezweifel ich. Meine Alternative wäre dann eine Koalition von SPD und Grünen, bei der dann Olaf Scholz der nächste Kanzler wäre, denn der kann wengistens mit Geld umgehen und ist auch nicht unbedingt so machtgierig wie die anderen. 

Sonntag, 21. März 2021

Uns geht es einfach zu gut

Wo leben wir eigentlich? Wenn ich die Bilder aus Kassel über die Demonstration gestern sehe, frage ich mich, ob die Leute, die dort prostestieren noch ganz richtig im Kopf sind. Wenn wir keine anderen Sorgen haben, als in dieser Pandemie Masken zu tragen und die Lockdowns durchzustehen, bei denen die Einschränkungen schon für manche hart sind, aber eben unabdingbar wegen der Gefahr, dass die Infektionen wieder in ungeahnte Höhen steigen und es da kein Argument gibt, die Lockdowns zu lockern. Klar passieren dabei auch immer wieder Ungerechtigkeiten, die ich auch nicht entschuldigen will, aber wir sind alle Menschen und Menschen machen auch Fehler. Aber im großen und ganzen hat unser Land die Pandemie ganz gut in den Griff bekommen, auch wenn jetzt die dritte Welle voll zuschlägt, was aber wohl kein Land verhindern kann. Und uns mit Israel oder anderen kleinen Ländern zu vergleichen ist auch nicht korrekt, da dort eben ganz anders gehandelt werden kann als in den großen Ländern. Und alle Vorwürfe, dass die USA und Großbritannien z.B. mehr Impfstoff haben und unbürokratischer durchimpfen, sind unberechtigt, weil wir Deutschen eben doch von Haus aus eher die Erbsenzähler und Korinthenkacker sind und wir das auch nicht so schnell abschütteln können. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute eine Impfung verweigert hätten, wenn wir nur Notzulassungen gehabt hätten und man sich überall hätte impfen lassen können. Trotzdem verstehe ich die gestrigen Ausschreitungen in Kassel überhaupt nicht. Diese Leute müssten richtig zur Kasse gebeten werden und wenn sie mal erkranken sollten, sollten sie auch selbst für ihre Behandlungen bezahlen müssen. Es kann einfach nicht sein, dass ich mich gegen die derzeitigen Maßnahmen auflehne und mich dann aber im Notfall auf die Solidarität berufe und Hilfe von denjenigen verlange, die sich systemkonform verhalten haben. Dass manche Leute sich nicht impfen lassen wollen, ist ihre Sache, aber dann darf man auch nicht erwarten, dass andere für sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen. Ich verstehe auch nicht die Pfleger/innen und Krankenschwestern sowie andere in den sozialen Systemen arbeitenden Menschen, die die Impfung verweigern.  Diese dürften dann eben nicht in solchen Berufen arbeiten, wo ihre Haltung eine Gefährdung für die anderen ist.

Freitag, 19. März 2021

Wir müssen ....

höre ich am Tag hundertmal, doch es ändert sich nichts. In jeder Sendung über Corona wird gefordert, dass wir jetzt endlich anfangen müssen, die Bevölkerung durchzuimpfen. "Wir müssen" die Ärzte einbinden, denn die Bevölkerung wird lieber von ihrem Hausarzt geimpft als in Impfstationen. "Wir müssen" endlich dafür sorgen, dass genügend Impfstoff vorhanden ist, denn es kann nicht sein, dass z.B. Israel, die Vereinigten Emirate und Großbritannien auf der Liste der bereits geimpften Bevölkerungen ganz vorne stehen und wir ganz hinten. "Wir müssen" darauf achten und entsprechende Gesetze schaffen, dass Politiker mit dem Leid anderer Geld scheffeln ohne Ende. Und auch auf der anderen Seite höre ich "wir müssen" tagtäglich. "Wir müssen" die Lockdowns aufheben, "wir müssen" die Schulen und Kitas dringend wieder öffnen, da die Kinder und auch die Familien zunehmend darunter leiden. Die häusliche Gewalt nimmt immer mehr zu und auch die älteren Schüler brauchen den geregelten Unterricht, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. 

Und so bleibt es nicht aus, dass ich nach diesem ganzen "Wir müssen-Gerede" den Eindruck habe, das ist alles nur Bla-bla und es passiert im Grunde nichts. Im Gegenteil, die jetzt getroffenen Entscheidungen verschlimmern das Ganze. Wie kann man Flüge und Reisen nach Mallorca erlauben, Ferien in den eigenen Bundesländern aber nicht. Die Friseure durften als erstes ihre Geschäfte wieder öffnen, die anderen aber nicht, nur weil die Menschen es angeblich nicht mehr mit Würde ertragen konnten, dass die Haare zu lang wurden. Ich sage dazu nur: Armes Deutschland! Es gibt da wirklich Wichtigeres und fangt endlich an zu handeln und hört auf tagtäglich zu jammern und zu lamentieren. 

Wo ist das Problem?

Meine Wut wird auch von Tag zu Tag größer und zwar nicht, weil ich ein Querdenker bin, sondern weil ich unsere Politik einfach nicht mehr verstehe, aber auch nicht die Leute, die täglich darüber jammern, dass der Lockdown immer noch besteht. In der Politik ist es anscheinend nicht möglich, dass sich die Länder endlich mal an die vermeintlich klaren Absprachen halten, nein aus wahlpolitischen Gründen scheren immer wieder einige Ministerpräsidenten aus und kochen ihr eigenes Süppchen. Für mich unverständlich und einfach nur unsolidarisch, weil letztendlich die ganze Nation unter diesen Alleingängen zu leiden hat. Andererseits verstehe ich aber auch einige Lockdownregeln nicht. Warum kann man bei Real und anderen großen Supermärkten einkaufen, beim kleinen Einzelhandel aber nicht. Die Friseure konnten als erstes wieder ihre Türen öffnen, obwohl sie ja nun wirklich körpernah am Menschen ihren Beruf ausüben. Ein bisschen verstehen kann ich, dass die Gastronomie noch geschlossen bleiben soll, da ich denke, dass die Hygienemaßnahmen im Grunde nur von den Betrieben durchgeführt werden können, die von Haus aus finanziell einigermaßen gut gestellt sind. Wie soll das ein normaler Gastwirt machen, der eh nur schwer über die Runden kommt. In Bremerhaven sind diese kleinen Kneipen oder Restaurants bestimmt nicht in der Lage sichere Konzepte anzubieten, um ihre Gäste zu schützen. 

Ein anderer Punkt, den ich nicht verstehe ist, warum Deutschland nicht endlich mal in der Lage ist, die Bürokratie, die alle erheblich behindert abzubauen. Das wird natürlich ein unheimlich schweres Projekt, aber wenn wir das nicht irgendwann schaffen, graben wir uns selber ein Grab. Ich habe z.B. heute versucht, einen Paragraphen vom Pflegegesetz zu verstehen, aber das ist mir nicht gelungen, obwohl ich da ja nicht ganz unbewandert bin. Wenn man allein die Sätze liest, die dort verfaßt worden sind, fragt man sich, ob die Leute, die diesen Unsinn verfaßt haben, noch alle Tassen im Schrank haben. Auf der anderen Seite bekomme ich monatlich eine Rechnung vom Pflegedienst, die ich aufgrund dieser dort angeführten Paragraphen nicht aufschlüsseln bzw. verstehen kann. Wieso bekommt z.B. ein Pflegedienst von jedem einzelnen Patienten einen Ausbildungszuschlag und eine Ausbildungszulage, sowie eine Investitionsabgabe? Wenn ich eine Rechnung von einem Bäcker, Autohaus oder sonstiges bekomme, sehe ich diese Positionen z.B. nicht. Wieso auch? Meines Erachtens muß der Inhaber eines Betriebes eigentlich auch selber für seine Auszubildenden zahlen und auch die Investitionen müßten eigentlich durch den erwirtschafteten Gewinn bezahlt werden. Wieso soll ich als Patient dies von meinem Geld beim Pflegedienst machen? 

Alles in allem sollte bei uns mal langsam darüber nachgedacht werden, ob die Sache mit dem Föderalismus uns nicht immer wieder in die Bredouille bringt. Jedes Land hat seine eigene Bürokratie und das bremst uns in vielen Dingen aus. Und das gilt nicht nur für die Pandemie, die wir nicht in den Griff kriegen, sondern betrifft genauso die Digitalisierung, die Klimaforschung, das Bildungswesen und natürlich auch das Gesundheitssystem, von der Handhabung der Migrationspolitik und Einwanderungspolitik mal ganz abgesehen. Der Föderalismus funktioniert in der heutigen Zeit, in der es auf schnelles einheitliches Handeln ankommt, nicht mehr. 

Sonntag, 13. Dezember 2020

Endlich - harter Lockdown in Deutschland

Ich finde es total gut und richtig, dass heute der wohl einheitliche Beschluß aller Länder bekanntgegeben wurde, dass es ab Mittwoch bei uns einen harten Lockdown geben wird. Ausnahmeregelungen für Weihnachten wird es auch geben, d.h. es können sich weiter wie bisher bis zu 5 Personen aus 2 Haushalten plus zusätzlich 4 Personen an Weihnachten treffen, aber dafür hat man den Lockdown auch für Silvester ausgerufen, d.h. vom Einzelhandel dürfen keine pyrotechnischen Produkte verkauft werden. Es wird auch hier bestimmt wieder viele geben, die dann doch Raketen steigen lassen und auch knallen werden, aber ich habe für diese Leute überhaupt kein Verständnis und hoffe nur, dass die dann auch kräftig zur Kasse gebeten werden, wenn sie dann doch knallen. Die ganze Situation ist schon beängstigend und deshalb finde ich diesen harten Lockdown durchaus gerechtfertigt und die Diskussion darüber, ob und überhaupt notwendig gibt es bei mir schon lange nicht mehr. Diejenigen, die immer noch nicht einsichtig sind und am liebsten alles so weiterlaufen lassen würden wie bisher oder etwas noch weitere Lockungen fordern, sind für mich Idioten, die nur egoistisch denken. Das klingt zwar hart, ist aber meine Meinung! 

Und so lasse ich die Dinge nun mal ganz ruhig auf mich zukommen, habe nur eine Hoffnung, dass sich meine Ischiasschmerzen oder das Pirifrnis Syndrom (was ich eher glaube) bald mal vorbei oder erst einmal überhaupt erträglich werden. Morgen kommt die Krankengymnastik-Therapeutin nach Hause zu mir und ich bete darum, dass ihre Behandlung zumindest die ärgsten Schmerzen sofort lindern kann, denn so geht es einfach auch nicht weiter. 

Und im Prinzip können doch alle froh sein, dass sie jetzt durch die schnelle Entscheidung viel Geld sparen können, denn sie können jetzt mit Fug und Recht behaupten, sie hatten keine Möglichkeit mehr durch diesen Lockdown noch rechtzeitig alle Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, denn wer von Herzen schenkt, kauft es meist auch schon etwas früher ein und die, die es immer auf dem letzten Drücker machen, wozu ich auch gehöre, lernen dadurch vielleicht doch mal, dass es besser ist, die Geschenke schon früher zu kaufen.


Montag, 23. November 2020

Wem gehört unser Leben? Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben

Nach monatelangem grottenschlechten Fernsehangebot, gab es heute ein wahres Highlight. Das Justizdrama "Gott" von Ferdinand von Schirach für mich ein Meisterstück und ich kann eigentlich nicht verstehen, warum das Interesse an diesem Thema anscheinend so gering ist wie es mir im Moment gerade vorkommt. Ich habe einige Freundinnen angerufen und sie gefragt, ob sie sich die Sendung anschauen, aber keine hat mir mit Ja geantwortet. Ich fand die Darsteller in diesem Stück sehr gut und die dargestellten Meinungen sehr interessant.

Im Frühjahr diesen Jahres wurde vom Bundesverfassungsgericht das folgende Urteil gesprochen:

"Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst als Ausdruck persönlicher Autonomie auch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, welches das Recht auf Selbsttötung einschließt. Der Grundrechtsschutz erstreckt sich auch auf die Feiheit, hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen und sie , soweit sie angeboten wird, in Anspruch zu nehmen (....). Dieses Recht besteht in jeder Phase menschlicher Existenz."

In der Sendung ging es darum, ob man in Deutschland das Recht haben sollte den eigenen Suizid mit der Hilfe eines Arztes oder anderen Menschen möglich sein soll. In dem Stück wollte ein 78jähriger im großen und ganzen gesunder Mann sein Leben beenden, indem er ein Medikament beantragt hat, dass ihm ein Arzt verabreichen sollte. Die Auslieferung dieses Medikamentes wurde ihm verweigert und so kam es zu dieser im Fernsehen geführten Diskussion, ob es richtig ist oder nicht über seinen eigenen Tod zu bestimmen und damit die HIlfe eines Mediziners in Anspruch zu nehmen. Es ist ja so, dass einem kein Mensch den eigenen Selbstmord verbieten kann, aber den Unterschied macht es, wenn man dabei die Hilfe von anderen braucht, die einem das Medikament verabreichen könnten.  

Nach diesem Kammerspiel konnten die Zuschauer abstimmen, ob sie dafür oder dagegen wären, dass den Suizidwilligen bei ihrem Freitod Beihilfe gewährt werden sollte oder nicht? Für mich eine große Überraschung, dass 70,8 % der Wähler ihre Zustimmung gegeben haben und 27 % dagegen waren. Ich war übrigens auch dafür, dass der Mensch eigentlich in jeder Phase seines Lebens auch sein Ende selbst bestimmen können muß. Voraussetzung für mich wäre nur, dass der Patient wirklich bei Sinnen ist und sich nicht gerade in einem Stadium befindet, in dem man vermuten könnte, dass diese Phase bald vorbei ist. 

Wenn Ihr diesen Post lest und die Sendung auch gesehen habt, würde mich Eure Meinung auch sehr interessieren.


Montag, 16. November 2020

Sonntag, 8. November 2020

Das ist ja wohl nochmal gutgegangen und .....

wir sind Trump endlich los in der Weltpolitik. Zwar ist das alles noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber hoffen wir mal, dass Mr. Trump letztendlich doch nochmal ein bisschen vernünftiger auf seine Niederlage reagiert als wie er angekündigt hat. Ich jedenfalls hoffe das. Und nun haben wir Joe Biden mit seiner Fizepräsidentin Kamala Harris, die für mich eigentlich die wahre Siegerin ist und auf die ich meine ganzen Hoffnungen setze. Gut ist natürlich, dass Biden schon eine so lange Politikerfahrung hinter sich hat, um erstmal ein bisschen Ruhe ins Land zu bringen und die gespaltelte Nation wieder etwas näher zusammen bringen kann. Wenn ihm das gelingt wäre das schon mal ein ganz großer Schritt in die Zukunft. Und wenn er dann noch seine Erfahrungen an Kamala Harris weitergibt und sie in Ruhe in seine Schuhe reinwachsen läßt könnte das doch ein sehr erfolgreiches Gespann werden. Für die Welt ist es jedenfalls ungemein wichtig, dass die USA wieder in der Welt mitspielen und sich nicht mehr nur auf "America first" konzentrieren. Natürlich müssen auch wir ein bisschen was in die wiedergewonnene Gemeinschaft einbringen, denn ich bin auch der Meinung, dass wir uns in der NATO nicht nur auf die anderen verlassen können und wir uns immer auf unser Stillhalte-Abkommen berufen können. Natürlich will ich eigentlich keine Erhöhung der Beiträge an die NATO, weil ich Rüstungskosten im Grunde für absolut überflüssig halte, aber ich glaube hier haben wir keine Wahl. So lange wir den Schutz des NATO-Bündnisses nutzen, müssen wir auch bereit sein da mitzumischen. Wie wir das auf eine gerechte Weise hinkriegen weiß ich auch nicht, aber nur immer sich aus allem gefährlichen Situationen herauszuhalten, geht halt auch nicht. Bin gespannt.

Mittwoch, 4. November 2020

Die Wahl

Es ist soweit, Amerika wählt seinen neuen Präsidenten. Ich bin mir nicht sicher, dass Trump nicht wieder gewählt wird. Gerade eben wurde im TV gezeigt, wie eine Gruppe mit dem Präsidenten im Gebet ist, um seine Wiederwahl zu pushen. Es ist so grotesk diese Gruppe im Gebet zu sehen, dass man sich fragt: In welchem Kasperltheater bin ich hier eigentlich? Dieses zynische Grinsen bei Trump während des Gebetes ist so widerlich, dass man irgendwo den Glauben an die Menschheit verliert. Ich verstehe die Amerikaner nicht. Wie kann ein Volk mehrheitlich so dumm sein, dass sie diesen Menschen, der immer wieder sich selbst so primitiv darstellt, wählen? Wenn man ihn im TV beobachtet, wie er die Frauen behandelt oder wie er über Frauen spricht, über die Einwanderer und anderen Minderheiten und dann noch das dumme Zeug, was er immer twittert. Ich kann mir keinen einigermaßen intelligenten Menschen vorstellen, der Donald Trump als Kandidaten wählt. Bei den sogenannten "weißen" Arbeitern in den alten Autostädten wie Detroit, Pittsburgh oder Baltimore kann ich mir eher vorstellen, dass diese Leute ihre Hoffnung auf Trump setzen, da er ihnen ja immer wieder verspricht ihre Interessen zu vertreten. Ich halte das ganze für sehr gefährlich, denn mit der Aussicht auf mehr Arbeit kann man immer wieder Menschen ködern, das hatten wir in Deutschland ja auch schon mal vor langer Zeit. Aber im Grunde kann es mir auch egal sein, welchen die Präsidenten die Amerikaner kriegen, denn schließlich wählen sie ihn in demokratischer Wahl selber. Es wäre nur schlimm für die NATO und andere Bündnisse, die uns jahrelang mit den USA friedlich verbunden haben. Aber vielleicht ist es auch für ein Zeichen, uns selber in Europa zu stärken, so dass wir nicht immer abhängig von anderen sind. Aber auch das wird wohl ein Traum bleiben, da wir nur ein kleines Land sind und unser Einfluß auf auf die Wirtschaft und auch militärisch nur gemeinsam mit anderen europäischen Ländern möglich wäre und davon sind wir im Moment meilenweit entfernt.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Ich verstehe es nicht ...

Heute ist es mal wieder fast soweit! Mir platzt der Kragen und das muß natürlich raus in den Blog, damit ich es nicht unverdaut schlucken muß. Seit Gestern wissen wir ja wieder, was uns durch die neuen Beschlüsse erwartet, aber kann das denn nicht mal einfach so hingenommen werden? Muß jetzt wieder jeder Reporter, jeder Unternehmer und auch sonstige Systemkritiker etwas an diesen Beschlüssen zu mäkeln haben. Also, ich möchte kein Politiker sein, der diese Beschlüsse mitzutragen hat, aber ich gehe davon aus, dass sich die Politiker, die diese Maßnahmen beschlossen haben, sich die allergrößte Mühe gegeben haben, der Mehrheit der Bevölkerung einen gewissen Schutz vor Corona zukommen zu lassen. Klar, kann man nicht jedem gerecht werden, dazu haben wir zu unterschiedliche Bedürfnisse oder auch zu verschiedene Berufsgruppen und Unternehmerstrukturen. Aber allein, dass man sich entschlossen hat, den Restaurantbesitzern den Umsatz des Novembers 2019 als Entschädigung zu zahlen, ist doch eine tolle Maßnahme. Anstatt sich zu freuen, dass sie überhaupt etwas bekommen, jaulen sie sie schon wieder auf und meckern in einem Rundumschlag. Ich möchte nicht wissen wie es in den anderen europäischen und auch außereuropäischen Ländern gehandhabt wird. Wahrscheinlich überläßt man es dort dem Schicksal jedes Einzelnen wie er durch die Krise kommt. Ich bin jedenfalls froh, dass man jetzt die neuen Beschlüsse gefaßt hat und wäre auch nicht böse gewesen, wenn sie noch mehr Einschränkungen beschlossen hätten, denn meine Gesundheit ist mir doch mehr wert als alles andere und das sollte auch bei allen anderen Menschen so sein. Wir kennen den Virus immer noch nicht gut genug, um genau zu wissen wie wir mit ihm umgehen sollen und deshalb müssen wir das Beste daraus machen. Und ich bin der Meinung, dass wir hier in Deutschland immer noch in einem gelobten Land leben, dass mit der Pandemie so vorsichtig umgeht und alles versucht, damit sie sich nicht noch mehr ausbreitet. Wer nicht dieser Meinung ist, hat immer noch die Möglichkeit sich dort hin zu begeben, wo es seiner Meinung nach lockerer gehandhabt wird. Ich bin es jedenfalls leid, mir dieses totale Gejammere täglich anzuhören. Und da ich weiß, dass ich aufgrund dieser Aussage natürlich sofort das Argument zu hören bekomme, dass ich mir als Rentnerin natürlich auch nicht so viele Sorgen um meine Existenz machen muß wie viele andere. Natürlich wird es hart sein für viele, ob in ihrem Job oder in ihrer Selbstständigkeit, aber letztendlich zählt hier doch das Allgemeinwohl und nicht das Schicksal des Einzelnen. Und natürlich finde ich es schlimm und gönne es keinem, was ihm in der Coronakrise widerfährt, aber ich bin auch der Meinung, dass wir als Volk in diesem Fall alle zusammenhalten müssen und gemeinsam der Krise trotzen müssen. Jeder, der ein bisschen etwas über hat kann auch in dieser Krise helfen und gemeinsam schaffen wir dann auch diese Katastrophe. Und ich glaube auch, dass durch solche Krisen immer neue Ideen entstehen und die Menschen dadurch kreativer werden. Wir Rentner sind natürlich auch massiv durch die Pandemie eingeschränkt. Müssen wir doch unsere Kontakte auf das Nötigste beschränken und viele ältere Bürger vereinsamen dadurch noch mehr, aber auch da müssen wir durch, wenn wir als Risiko-Patienten gesund durch die nächste Zeit kommen wollen. So, nun habe ich meinen Frust wieder mal hier abgeladen und das ist auch gut so! Wer davon nichts wissen will, braucht ja nicht weiterzulesen. Gott sein Dank können wir uns diese Freiheit ja immer noch erlauben und auf den Ausschalter drücken, wenn uns alles zuviel wird. Bleibt alle schön gesund und macht das Beste aus dieser unheil- vollen Zeit.

Samstag, 24. Oktober 2020

Ich bin total überrascht .....

Ich habe heute wieder eine Mail von meinem Jugendfreund Frank bekommen, in der er mir schreibt, was er über die ganzen Jahre seit seines Wegzugs aus Bremerhaven alles gemacht hat und auf welchem aktuellen Stand er mit seinem Wissen über die Entwicklung seiner Heimatstadt ist. Und ich muß sagen, es ist schon toll, wie er sich auf dem Laufenden gehalten hat. Nachdem ich alles gelesen habe, habe ich fast den Eindruck, er weiß mehr über meine Stadt als ich, die hier ja schon seit 2006 wieder lebt. Natürlich bin auch ich auf dem neuesten Stand, habe mich ja nicht umsonst auch viele Jahre für meinen Stadtteil Lehe engagiert, aber schließlich bin ich ja auch hier vor Ort und nicht am anderen Ende der Welt. Da kann man mal wieder sehen,wie einen die Heimat bzw. Heimatstadt doch prägt und dass man gewisse Dinge aus der alten Heimat nie vergißt oder auch gewisse Gewohnheiten einfach auch in der Fremde pflegt. Er war in der Zwischenzeit schon oft wieder in Bremerhaven zu Besuch bei seinem besten Freund, aber wir haben uns leider nie getroffen. Nun hat er angekündigt, dass er wenn alles klappt im Juni/Juli 2021 wieder in die Heimat kommt, vielleicht klappt es ja dann, dass auch wir uns auch mal wieder sehen. Wäre schon schön. Ansonsten machen mir die steigenden Zahlen von Corona schon ein bisschen Angst, zumal ich zu den Risikopatienten gehöre. Aber, außer sich an die Regeln zu halten hat man ja kaum Möglichkeiten darauf Einfluß zu nehmen und muß darauf hoffen, dass das Schicksal es gut mit einem meint.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Ich bin wieder da!

So, ihr lieben, nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Auch, wenn ich jetzt einige Zeit wieder pausiert habe, so hatte das natürlich auch einen guten Grund. Erstens natürlich die Pandemie, die mir schon Angst gemacht hat und immer noch macht, aber mittlerweile ist die Angst doch ein bisschen weniger geworden, denn ändern kann man eh nicht viel. Das einzige, das etwas bringt ist, zuhause zu bleiben, Abstand wahren, Hygiene einhalten und wenn man doch mal unterwegs ist Maske tragen, wenn es vorgeschrieben ist. Dass ich nicht schon vorher geschrieben habe liegt auch daran, dass ich mich hier nur immer wieder aufgeregt hätte über diejenigen, die die Schutzmaßnahmen entweder nicht ernst genug nehmen oder sich gleich gar nicht daran halten, was ich unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber finde. Aber da Ärger nur verschwendete Energie ist, wollte ich die Energie, die ich noch habe, anders umsetzen. Und so bin ich dann viel zuhause geblieben, habe viel gelesen, Hörbücher gehört und habe mich über den Aktienmarkt ein bisschen schlauer gemacht, denn ich finde es wichtig, dass sich die Frauen auch immer mal wieder mit den Finanzen beschäftigen, damit man von der Wirtschaft mehr versteht. Ich fand die Zeit der Abschottung eigentlich gar nicht so schlimm für mich, da ich ganz gerne auch alleine bin und mich nicht gleich einsam fühle. Die Kontakte nach draußen müssen dabei natürlich über das Telefon und Smartphone weiter gepflegt werden und ab und an schauen auch schon mal Freunde einzeln vorbei. Natürlich wird dann auch Abstand gehalten und wer will kann dann auch die Maske aufbehalten, wenn er sich dabei sicherer fühlt. Dass diese Situation für viele andere natürlich auch eine andere ist, weil sie z.B. nicht arbeiten können oder nur im Home-Office mit der Familie arbeiten können, ist klar. Und natürlich ist es ganz schlimm für die vielen Selbstständigen, die vielfach durch die Coronazeit sich am Rande des Abgrundes (sprich Insolvenz) befinden und nicht wissen wie sie das alles bewältigen sollen. Und zum Schluß kommen da noch die alten Leute, die zuhause oder in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf den Kontakt mit ihren Familienmitgliedern ganz verzichten müssen. Ich glaube, die sind emotional am schlimmsten betroffen, denn viele von ihnen können ja überhaupt nicht verstehen, was da überhaupt los ist. Ich hoffe jetzt nur, dass wir trotz der wieder steigenden Zahlen nicht nochmal durch das ganze Lockdown gehen müssen, sondern, dass die Leute vernünftig genug sind und sich an die Regeln halten. Und da es neben Corona noch mehr Leben gibt habe ich mich heute ganz besonders über eine Email eines Jugendfreundes aus Kanada gefreut von dem ich schon lange nichts gehört habe. Er schaut wohl ab und zu auf meinen Blog und stellte nun enttäuscht fest, dass ich so lange nichts geschrieben habe und er das vermisst habe. Bei ihm geht es natürlich auch darum, dass er Neuigkeiten aus Bremerhaven und insbesondere über den Stadtteil Lehe zu lesen bekommt, in dem er und ich aufgewachsen sind. Dass ich inzwischen in einen anderen Stadtteil umgezogen bin, hat er nicht mitbekommen, aber dieser Stadtteil liegt direkt an der Grenze zu Lehe, so dass ich weiterhin noch alles mitbekomme, was in Lehe vor sich geht. Dort passiert schon seit einigen Jahren einiges in Sachen Sanierung, aber es wird wohl noch einige Jahre dauern bis Lehe wieder der schönste Stadtteil zum Leben und Wohnen ist. Das ist zumindest meine Meinung andere sind da anderer Meinung und fühlen sich nach wie vor sehr wohl dort und würden da nie wegziehen. Für mich aber war es schwer, mein Elternhaus zu halten oder sogar zu modernisieren, weil ich mich um alles alleine kümmern mußte und gesundheitlich eben nicht mehr fit genug dafür war. Außerdem gibt es in der Hafenstraße derzeit noch keine Garantie, dass man solide Mieter bekommt, wenn man die Wohnung gerade saniert hat. Dies ist in den Nebenstraßen etwas anders vor allem in der Goethestraße, der schönsten Straße des Stadtteils. Dort saniert zur Zeit der "Profi-Sanierer" Rolf Thörner, der schon einige Häuser sehr schön wieder hergerichtet hat. Ich hätte das jedenfalls nicht gekonnt, denn wer gibt privaten Sanierern schon so hohe Kredite. Thörner kennt wohl aus vorhergehenden Projekten viele Investoren und so kann er auch vernünftig sanieren. Lehe kann froh sein, dass Thörner sich für Lehe entschieden hat. Auch, dass die Sail 2020 dieses Jahr nicht bei uns stattfinden konnte, ist natürlich traurig. Ich hatte mich schon so darauf gefreut und auch Freunde dazu eingeladen. Nun wurde sie abgesagt und den Freunden auch. Nun soll es ja nächstes Jahr eine "Lütte Sail" geben und dann holen wir alles nach.

Dienstag, 11. August 2020

Meine Freundin Hannelore im Fernsehen

 

https://www.zdf.de/nachrichten/drehscheibe/expedition-bremerhaven-124.html

Mittwoch, 25. März 2020

Anstatt froh zu sein ......

dass wir in so einem tollen Deutschland leben, wo die Regierung alles aber auch wirklich alles versucht, nicht in so einem Disaster wie es in Italien vorherrscht, zu landen. Und trotzdem wird gemeckert und gemeckert. Die Presse hat nichts anderes zu tun als ständig nachzufragen, ob das denn auch wirklich klappt mit den Ausgleichszahlungen, das Fernsehen strahlt eine Sendung nach der anderen aus mit Informationen über die Epidemie bzw. Pandemie, in der jeder, der mal irgend etwas mit Viren zu tun hat, seinen Senf dazu gibt und auf WhatsApp gibt es auch kaum eine Nachricht, die nichts mit dem Corona-Virus zu tun hat. Ich gucke längst nicht mehr alle Sendungen, sondern informiere mich über das Robert-Koch-Institut und schaue mir die Tagesschau und ganz wenige ausgesuchte Sendungen über das Thema an. Ansonsten versuche ich die Zeit sinnvoll zu nutzen, ordne Unterlagen, lese viel und schaue mir ab und zu einen schönen Film an. Ich muß nicht Stunde um Stunde neu informiert werden, einmal oder zweimal am Tag reicht. Und da ich sonst auch oft alleine zu Hause bin, fällt es mir im Moment als Risikopatient auch nicht schwer, mich zu beschäftigen. Außerdem kann man ja immer noch mit Freunden, Verwandten und Bekannten telefonieren. Trotzdem bin ich wirklich froh, in Deutschland zu leben, denn im Prinzip haben wir doch alle genug zu essen, wir bekommen unsere Medikamente und wenn es dann mal einen Engpass gibt mit Schutzmasken und Schutzkleidung, so bemüht sich unser Gesundheitsminister, diese Lücken schnell wieder zu füllen. In dieser Krisenzeit hat sich übrigens mein Bild über Jens Spahn und auch über Markus Söder, den ich inzwischen auch als Kanzlerkandidat akzeptieren würde. Auf jeden Fall wären die zwei besser als die anderen zur Zeit bekannten Kandidaten wie Friedrich Merz und Armin Laschet. Aber Gott sei Dank ist diese Postenschacherei ja jetzt in den Hintergrund getreten und das ist auch gut so. Es ist schon richtig gut, wie die Regierung zur Zeit handelt. Wo gibt es das, dass eine Regierung sagt, wir helfen Euch und das gilt für alle. Da können wir auch froh sein, dass Olaf Scholz an der schwarzen Null festgehalten hat, denn nun hat der Staat Geld genug, um die entstehenden Löcher zu stopfen.