Montag, 14. März 2011

Die Freiheit der Zensur

Das war der von mir gekürzte Leserbrief:

Die Bürger Bremerhavens sind der Willkür der Stadt ausgesetzt! Bürgerbeteiligung ist nicht erwünscht und Protest wird von der Stadt nicht zur Kenntnis genommen. Bestes Beispiel der Obi-Baumarkt auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz. Ob die Bürger, die IHK und die umliegenden Einzelhändler dagegen Einspruch erheben, interessiert die Herren der CDU und SPD in keinster Weise. Sie haben den Deal untereinander ausgekungelt und nun wird er durchgesetzt. Dass in Zukunft ganz Lehe von den Autos vollgeparkt wird, ist für die Herren uninteressant. Auch, dass es in unmittelbarer Nähe bereits 2 Baumärkte gibt. Hauptsache der Deal kommt zustande, alles andere ist unerheblich. Wer diesen beiden Parteien bei der nächsten Wahl seine Stimme gibt, darf sich dann aber auch nicht mehr über diese Machenschaften aufregen. Er trägt dann diese Entscheidungen mit und macht sich damit selbst zur Marionette dieser Politiker.

Der wichtigste Teil meines Leserbriefs nämlich der Aufruf, die Parteien, die den Schlamassel in Bremerhaven zu verantworten haben, nicht mehr zu wählen, wird einfach weggelassen. Wenn das keine Zensur ist? Es ist zwar klar, dass die Zeitung Leserbriefe kürzen,  korrigieren und sogar ganz unterdrücken kann, aber wenn die wichtigste Aussage einfach herausgenommen wird, dann ist das für mich Zensur.

1 Kommentar:

Thomas hat gesagt…

Hallo Frau Ehlers, zu den Leserbriefen war ja eine lange Beschreibung in den letzten Tagen in der NZ zu finden.
Politische Äußerungen und auch kritische werden ignoriert und gekürzt. Der Leserbrief eines Bekannten zum Thema NPD wurde gleich garnicht gedruckt.
Leider gibt es in BHV nicht mehr wirklich viele Parteien, welche sich mit Ruhm bekleckert haben. Die nächste Wahl wird spannend.

Gruß Thomas Lindenau