Freitag, 30. Januar 2015

Bremerhavener Politiker blind auf beiden Augen?

Schon seit Jahren war vorauszusehen, dass die Offshorebranche im wahrsten Sinne des Wortes mit wackeligen Beinen auf dem Meeresuntegrund steht und die Branche dauernd von Pleiten geschüttelt wird. Aber nein, Bremerhavens Politik setzt weiter auf diese Branche. Bremerhavens Werftarbeiter haben mittlerweile 5 Werftenpleiten hinter sich und nun schließen sich die Pleiten der Windkraftbranche  nahtlos an, damit sie die Stadt wieder einmal vollends ins Elend führen. Zuerst mußte der Flughafen weichen .(wo bis heute übrigens noch geflogen wird, aber ein Ende abzusehen ist) . Es werden große breite Straßen gebaut für die vielen großen Spezialtransporte, die dann wahrscheinlich gar nicht stattfinden. Es werden Luxus-Wohnungen am Hafen für die vielen Offshore-Manager gebaut und neue Wohnblöcke auf dem Kistnergelände mit Wohnungen für die vielen Angestellten aus der Windbranche, die nur ein Ziel haben:  Bremerhaven.                                                                              
                                             

Das einzige, was wirklich ständig und stetig steigt in Bremerhaven ist die Armut. Allem voraus, die Armut der Kinder. Bremerhaven ist die ärmste Stadt der Bundesrepublik und das Goethequartier der ärmste Stadtteil im ganzen Land und das kann man auch mit Zulauf in der Windkraftbranche nicht schönreden. Da nützt es auch nichts, wenn man immer wieder betont, wie schön Bremerhaven sich doch in den Havenwelten entwickelt hat. Hat es, aber vergessen wurden die anderen Stadtteile. Bremerhaven braucht zuverlässige Arbeitsplätze und Bildungsprogramme für die Kinder und Migranten, denn ohne Bildung passiert hier gar nichts. Wir haben einen Arbeitgebenpräsidenten, der aus Bremerhaven kommt. Warum setzt der seine ganze Kraft nicht da hinein, Industrie nach Bremerhaven zu holen, Warum schaffen es andere Bundesländer sich weiterzuentwickeln, nur Bremen mit Bremerhaven nicht. Und wenn sie sich immer beklagen, dass uns Niedersachsen zu sehr im Nacken steckt und alles abfischt, was Geld in die Stadt bringen könnte, dann sollen sie sich doch zusammentun. Was soll ein Stadtstaat, wenn er nur dauernd an der Pleite vorbeischliddert. Man fusioniert doch sonst alles, warum nicht auch mal Bundesländer?


So und jetzt kriege ich gleich wieder Schelte von meinen Bremerhavener Mitbürgern, warum ich diese Negativsachen wieder einmal in meinem Blog schreibe und nichts Positives über Bremerhaven in die Welt schicke. Man muß die Dinge schon beim Namen nennen. Das hat übrigens auch schon Herr Buschkowsky aus Neukölln getan und wenig Dank damit geernet. Aber er hatte Recht mit dem, was er sagte!

Kommentare:

Irmtraud Kesselring hat gesagt…

Liebe Brigitte,
aber das ist nicht nur so in Bremerhaven. Auch hier könnte man ein Lied von der Inkompetenz der Politiker singen.
Liebe Grüße
Irmi

marianne döscher hat gesagt…

moin brigitte,
es ist wichtig die politischen mängel zu verdeutlichen.
bremerhaven hatte einen guten ruf als schiffbaustandort und es ist schon merkwürdig, dass nur die kleinen werften überlebten.
dann wird kurzfristig auf ein neues pferd gesetzt, im hintergrund eine holding, deren interesse ist klar - gewinn!
zusagen abgreifen, grosse presse um dann abschreibungen...
das vertrauen der bürger in den grundsätzen ist erschüttert, kaum jemand durchschaut die finanzpolitik und aktuell ist nicht nur europaweit einiges in schieflage.
ausbaden müssen es die falschen, der bürger sucht sich für all den frust ein ventil, auch wieder daneben.
gibt es eigentlich auch leerstand in den wunderbaren neuen wohnprojekten?
die autonome szene zieht bereits in lehe ein...
hoffen wir das beste, politisch engagierte junge leute mit unterstützung, warum nicht!
lg kelly


Marlies hat gesagt…

Brigitte, Her Kramer wettert ordentlich gegen den Mindestlohn, aber ohne gibt es noch mehr Armut besonders in Bremerhaven. Warum sollen wir Steuerzahler denn die Betriebe noch subvenzionieren???? Er ist nun mal Arbeitgeber durch und durch!!!!!! Außerdem muß ich sagen, ich bin sehr gerne Bremerin (Bremerhavenerin)und wollte nicht unbedingt zu Niedersachsen gehören!!!! Liebe Grüße Marlies

Weserkrabbe hat gesagt…

@Marlies:Ich bin auch gerne Bremerhavenerin, aber ich würde auch gerne in einer schuldenfreien Stadt leben, in der nicht soviel Armut herrscht wie bei uns hier. Außerdem würdest Du ja Bremerhavenerin bleiben, nur die Bundesländer würden ein wenig zusammenschrumpfen. Ist doch Quatsch, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht und die Verwaltungskosten würden sich auch halbieren.
liebe Grüsse
Brigitte