Donnerstag, 3. März 2016

Maybritt Illner

Ich schaue gerade die obige  Sendung und schon ärgere ich mich auch schon wieder. Gestern war eine Sendung über Dänemark im TV, in der gezeigt wurde wie die Integration zur Zeit in Dänemark läuft. Dort müssen die Flüchtlinge Praktika in Betrieben machen,  die ca. 30 Std. wöchentlich sein müssen. Dazu  müssen sie noch Integrationskurse und auch Sprachkurse besuchen, denn sonst erhalten sie keine finanziellen Leistungen vom dänischen Staat. Warum geht das bei uns nicht genauso? Müsssen wir immer unseren eigenen Brei kochen und dabei nicht zu Potte kommen. Und dann immer dieses Bla Bla Bla und kein Handeln. Das geht mir auf den Geist. Nicht die Flüchtlinge, sondern unsere  Unorganisiertheit und unsere Aroganz, dass wir keine erfolgreichen Modelle von anderen Ländern übernehmen.

Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Flüchtlinge, welche direkt aus den Kriegsgebieten kommen, ein Recht auf Aufnahme haben. Aber - die Meisten kommen aus den Lagern und waren somit bereits in Sicherheit. Auch sollte man nicht unbedingt die Kinder diesen ganzen bedauernswerten Umständen aussetzen, auch nicht ihr Leben in Gefahr bringen. In den Lagern ist mittlerweile die Versorgung bis zum Jahresende gesichert.

Du hast völlig Recht, wir sind hier irgendwie zu freigiebig. Wir müssen mit einem Konzept arbeiten, wie du es eben geschildert hast. Man muss auch etwas tun, um zu etwas zu kommen. Das ist keine Unverschämtheit, sondern das dürfen wir erwarten. Zudem bin ich auch der Meinung, dass nicht wir unser ganzes Leben auf die Flüchtlinge einzustellen haben. Mich nervt das allmählich ungemein.

Tagtäglich gibt es weitere Forderungen, was hier alles gemacht werden muss. Dazu ist zu bemerken - bleiben wir doch einmal auf dem Teppich. Ich erinnere mich an die Ankunft meines Mannes vor 50 Jahren hier. Da hätte ihm das Amt bei irgendwelchen Forderungen etwas gehustet, er hat auch nie etwas gefordert, sondern sich immer selbst versorgt.

Wir haben hier eine allgemeine Wohnungsnot in den Ballungsgebieten und selbst Einheimische haben Schwierigkeiten Wohnungen zu finden. Das hat die zuständige Ministerin bemerkt und sich gegen einen sozialen Wohnungsbau nur für Flüchtlinge ausgesprochen. Es gibt auch Rentner, und nicht eben wenige, die leben an der Armutsgrenze. Auch wenn Wahlkampf ist, da hatte Herr Gabriel durchaus recht. Und es ist nicht erbärmlich, das auch mal zu erwähnen. Und weil Frau Merkel die Mütterrente erwähnt hat - dies Almosen! Es sind gerade einmal 28,62 Euro pro Kind im Monat, fehlt immer noch ein Punkt zu den jüngeren Müttern. Von 28,62, wovon ja nochmal KV, PV abgezogen werden, da kann man toll leben.

Lieben Gruß, Brigitte

Anonym hat gesagt…

Salut Brigitte
Ich habe mir kürzlich einen Bericht angeschaut über die Hilfen in den Messehallen von Hamburg welche über öffentliche Netzwerke aus dem Nichts von Freiwilligen organisiert wurden.Hut ab, kann ich da nur sagen. Die Freiwilligen haben aus dem Nichts eine super funktionnierende Logistik entwickelt. Am Anfang standen ein paar Helfer vor einem Kleiderhaufen, am Ende war die Messehalle durchorganisiert mit sortierten Regalen und Flüchtlinge kamen zu einer Theke und wurden nacheinander für den Winter mit Kleidern, Schuhen und Hygieneartikeln ausgestattet.
Soviel zur deutschen Organisationsfähigkeit!Die gibt es doch!