Freitag, 14. Oktober 2016

Das Wochendings ......

So soll mein neues Projekt heißen und das ist auch so ziemlich das Einzige, was ich bisher weiß. Man kann daran teilnehmen, wenn man Lust hat (das wäre natürlich toll, denn dann bin ich es nicht alleine, die ihre Gedanken preisgibt), aber wenn Ihr keine Lust dazu habt, dann schreibt Ihr vielleicht nur Kommentare oder lest es still. Ganz wie jeder will. Und wenn Ihr daran teilnehmen wollt, dann gebt mir vielleicht kurz Bescheid mit Eurem Link, so dass die anderen auch dort gucken können.

Und ich fange gleich heute damit mal an: 

Das heutige Thema lautet: 

Lebensentwürfe!

Was ich immer schon wollte .... Ich wollte eigentlich nie unbedingt alleine wohnen, immer schwebte mir eine WG mit Gleichaltrigen vor auch im Alter. Jetzt bin ich älter, wohne aber alleine und male mir des öfteren aus wie es wohl wäre, wenn man mit anderen zusammen wohnen würde. Nach einigen Besuchen bei Wohnprojekten bin ich dann aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgefallen, dass es schon sehr schwer ist, so eine Gemeinschaft zu finden wie ich es mir immer vorgestellt habe. Was ich nämlich gar nicht mag ist, dass man alles immer absprechen und besprechen muß. Diesen Eindruck hatte ich aber in den meisten Wohnprojekten. Am liebsten und das ging den meisten Mitsuchern so, wollte man eine Wohnung für sich haben mit eigenem Bad und möglichst Balkon oder Terrasse und trotzdem die Gemeinschaft mit der man sich austauschen und gegenseitig unterstützen kann. Aber all das zusammen zu kriegen, ist halt nicht einfach. Doch unmöglich ist es auch nicht.

Was ist daraus geworden? .... Nicht das, was ich mir so vorgestellt hatte. Ich habe zwar Jahre meines Lebens in WGs gewohnt, aber als ich älter wurde, wurde doch der Wunsch nach einer eigenen Wohnung immer größer. Ideal war es in meinem letzten Wohnort. Dort hatte ich eine funktionierende Nachbarschaft und viele Freunde in  quasi Rufweite. Und diesem Wohlwohngefühl trauere ich zur Zeit etwas nach. 

Wie kommt man damit klar, wenn es nicht so gelaufen ist? .... Man darf nicht aufgeben, an seine Träume zu glauben. Letztens saß ich mit 4 Frauen beim Frühstück und wir redeten davon, dass so ein Projekt vielleicht doch noch irgendwann zu verwirklichen wäre. Hier beim Kistner-Gelände werden ja neue Häuser gebaut und dort könnte es eventuell entsprechende Möglichkeiten geben, dass man als Nachbarn zusammenzieht und sich so eine Art Wohnprojekt ergeben könnte. Wir nahmen uns vor, mit den entsprechenden Baugenossenschaften darüber mal zu sprechen.  
 
Was kann ich tun, um evtl. doch noch etwas zu verwirklichen? ... Wie gesagt, man muß dran bleiben an seinen Hoffnungen, Plänen und Träumen. Wenn man aufgibt, an sie zu glauben, dann ist es eh zu spät. Und ich denke, es gibt viele Menschen, die im Alter oder eben als Singles nicht alleine wohnen wollen. Und es gibt ja auch schon eine Menge Wohnprojekte in den verschiedenen Städten. Hier in Bremerhaven haben wir ja auch schon mindestens 2, von denen ich weiß. Aber bei mir kommt ja noch hinzu, dass ich gerne mit Blick auf das Wasser wohnen möchte und das wäre eben auf dem Kistner-Gelände der Fall.

Was für Pläne habe ich noch? ..... vielleicht würde ich eventuell auch gerne nochmal im Winter im Süden überwintern. Das geht aber im Moment wegen meiner beiden Katzen nicht so einfach. Ich würde sie dann schon gerne mitnehmen, aber eine Ferienwohnung zu finden, in der man Katzen halten darf, ist nicht so einfach und ohne Katzen kann ich einfach nicht sein.  

Bin ich zufrieden mit meinem bisherigen Leben? .... Da kann ich mit Fug und Recht sagen: Ja, ich bin zufrieden mit meinem Leben. Natürlich wäre es schön, wenn ich besser laufen könnte und somit mehr unternehmen könnte, aber es ist so wie es ist und man muß halt das Beste daraus machen. Ich habe bisher ein schönes Leben gehabt, war viel unterwegs, habe viel von der Welt gesehen, Spaß an der Arbeit gehabt und eine tolle Familie gehabt, von der ich heute noch zehre. Auch meine Freunde sind mir immer noch treu, aber da ist es schade, das die meisten soweit weg von hier sind. 

So, Ihr Lieben, das war jetzt mal ein Anfang. Vielleicht folgen ja noch mehr Wochendingsse:-), man wird sehen. 

 

Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Das finde ich eine gute Idee! Wobei ich mich im Moment zu den Lesern zählen würde. Kommentare kann ich ja auch von mir geben.

Es läuft nicht immer so wie wir uns alles vorstellen, aber ich bin ebenfalls zufrieden. Eine WG für dich fände ich sehr gut, aber man muss wissen - da muss man auch immer wieder Kompromisse machen. Kann man das, möchte man das? Manchmal funktioniert das sehr gut, manchmal eben eher nicht. Eine abgeschlossene Wohnung würde ich immer bevorzugen. Soziale Kontakte sind völlig in Ordnung. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Das sollte man nie vergessen.

Hat man eine Einschränkung, dann ist es gut zu versuchen wie man am Besten mit dieser leben kann. Es findet sich meistens ein Weg. Und du hast ja wirklich gute Freunde. Und bist eine gesellige Dame.

Bei der Sache mit den Plänen musst du die Schrift weiß einstellen, sonst tut man sich schwer zu lesen. Ferienwohnung mieten, das geht mit Sicherheit. Die Katzen mitnehmen u. U. auch, man muss das vorab klären. Ich würde einfach mal suchen und es ausprobieren, ob ich was finden kann.

Ansonsten wünsche ich dir für dein "Wochendings" einen guten Erfolg. Nicht ungeduldig sein, der stellt sich sicher ein.

Liebe Grüße, Brigitte

Anonym hat gesagt…

Diese Gedanken über die Zukunft oder das Alter macht man sich halt irgendwann. Seit H. Scherf über Wohngemeinschaften im Allgemeinen und seine im Speziellen so oft zu hören war, träumen wir vielleicht alle ein wenig von so einer tollen Lösung. Passen muss es halt, was die Räumlichkeiten und harmonisieren, was die Mitbewohner angeht.
Wer kann das schon vorab richtig gut beurteilen ?
Schon ein Wohnungswechsel birgt ja die Gefahr, das irgendwann einmal neue Mieter dazukommen, die nicht so ganz "passen".
Also: Alles so lassen wie es ist und abwarten was die Zukunft bringt ?
Oder doch die Risikovariante: Mit Bekannten zusammentun und einen WG-Neuanfang für das Alter wagen ?
Wichtig scheint mir, solange man fit ist, sollte eine Lösung gefunden werden. Oft kommt ja leider ganz überraschend ein gesundheitliches Problem auf einen zu und dann bleibt oft nur eine Senioreneinrichtung übrig...
Ich bin 57, leider nicht gesund und denke oft darüber nach, wie mein Alter wohl aussehen wird.
Diese Planung ist also auch noch nicht abgeschlossen.