Freitag, 10. März 2017

Durch Zufall hineingeraten ......

Hier der Link zu dem Bericht von Gestern:

Jenny und die Roma Kinder

Wenn man das Elend dort sieht und gleichzeitig sieht, dass ein junges Mädchen, das nicht wegschaut, sondern selbst anpackt mit ihrer und der Hilfe anderer erreichen kann, dann gibt einem das zu denken. Ich habe jedenfalls den ganzen Film über geheult und immer wieder gedacht, was sind wir (mich natürlich eingeschlossen) für Menschen, die wir so ein Elend zulassen. Natürlich kann nicht jeder die ganze Welt retten und viele helfen ja auch schon anderen wo sie können, aber es gibt auch immer noch viel zu viele, die nur an sich und ihren Wohlstand denken und wegschalten, wenn z.B. so ein Bericht im TV kommt, weil sie es nicht aushalten so viel Elend zu sehen. Ich bin auch oft geneigt, weiterzuschalten, aber dann denke ich, wegschauen ist das Falscheste was man tun kann, denn so verändert man gar nichts. Am besten wäre natürlich, wenn ganz viele Menschen es so wie Jenny machen würden und irgendwo hinfahren wo die Not am größten ist, aber das ist dann wohl doch zuviel verlangt. Aber spenden und vielleicht sich irgendwo in so einer Organisation ehrenamtlich zu engagieren, das könnten wir alle tun. Und so habe ich mich gestern nach der Sendung im Netz umgeschaut was man für diese Roma Kinder tun kann. Es gibt da einen Roma Kinderhilfe e.V. und dort kann man zumindest spenden. Ich finde den Ansatz von Jenny toll. Sie sagt, bei den Erwachsenen kann man nicht mehr viel verändern. Sie sind schon so tief in ihrem Elend drin und damit natürlich auch verbittert, dass man ihnen kaum helfen kann, aber den völlig unschuldigen Kindern, den kann man helfen, in dem man sie z.B. zur Schule schickt und was dabei herauskommt, kann man z.B. in dem obigen Video sehen. Ich hoffe, dass es Euch nach dem Video genauso wie mir geht und Ihr vielleicht auch etwas spendet oder auch eine regelmäßige Spende einrichtet, denn das ist zwar auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber Tropfen um Tropfen macht den Eimer auch voll. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.

Kommentare:

Martha-Maria Meier hat gesagt…

Die Doku und alles Weitere über die Romakinder sah ich auch, und mir erging es so, wie Ihnen.Ich war zutiefst erschüttert... Leider sehen wir so etwas in vielen, vielen Ländern. Seit Jahrzehnten arbeite ich u.a. auch bei der Gestaltung der Weltgebetstage, in diesem Jahr mit dem Thema "Was ist denn fair?", aus den Phillipinenn, mit. Auch da ist es leider (immer) das Gleiche: Die Kinder und Frauen versuchen in irgend einer Weise aus ihrer Notlage zu entkommen; aber die Männer trinken und lassen sich von den Frauen bedienen und aushalten. Man kann wirklich resignieren...
Trotzdem ein schönes Wochenende und Gruß
M.M.

Weserkrabbe hat gesagt…

@Martha-Maria: Liebe Martha Maria, ja leider ist es so wie Sie es beschreiben und ich wollte mit meinem Post auch nicht anprangern, sondern ich mußte darüber schreiben, weil mir die junge Frau so imponiert hat, weil sie einfach mal zugepackt hat und uns zeigt, dass auch ein Einzelner etwas tun kann. Denn das, was sie bisher erreicht hat, ist schon eine Menge. Dass wir die Welt nicht retten können, ist mir klar und dass viel Armut im Land selbst verschuldet ist stimmt auch, aber was mir hierbei nochmal so richtig klar wurde ist, dass die Kinder nun wirklich gar nichts dafür können. Ich wohne hier in einem Stadtteil mit sehr viel Sinti und Roma und ich ärgere mich oft darüber, dass viele sich so überhaupt nicht anstrengen, sich auch nur irgendwie an unsere deutschen Regeln zu halten. Doch auch hier gibt es unter ihnen welche, die sich bemühen. Man kann also nicht alle über einen Kamm scheren. Ich weiß auch, dass es in unserem Land viel Armut und viele Kinder gibt, die vernachlässigt werden, aber diese geballte Armut, die in dem Bericht gezeigt wurde, gibt es bei uns doch nicht. Gott sei Dank, sind wir da schon ein bisschen weiter. Vielen Dank für Ihren Kommentar und dass Sie bei mir vorbei geschaut haben.

Liebe Grüsse
Brigitte

Traudi hat gesagt…

Liebe Brigitte,
auch bei mir wollte es der Zufall, dass ich diesen Film anschaute. Ich ziehe tief den Hut vor dieser Jenny, die sich so für diese Kinder eingesetzt hat und einsetzt und es war schön zu sehen, was sie erreicht hat. Auch mir ging der Film sehr nahe.

Viele Grüße
Traudi

Brigitte hat gesagt…

Liebe Brigitte,

den Bericht habe ich nicht gesehen, vor allem weil ich eher lese als fernsehe. Doch einen ähnlichen Bericht über Sinti und Roma sah ich auch schon. Auch ich würde auf keinen Fall alle über einen Kamm scheren. Und ich sehe auch überhaupt nicht ein, warum die Kinder immer so chancenlos sind. Bildung ist dringend notwendig. Hier sollten Mittel eingesetzt werden und auch Sorge getragen, dass die Kinder genügend Nahrung bekommen. Mir tun auch die Frauen leid, denn sie sind, wie so oft, jene die die Sorge für die Familien tragen.

Beim Spenden sollte man allerdings sehr aufmerksam sein. Und prüfen, wohin die Spenden gehen und ob das in Ordnung ist. Ich lasse da hier prüfen: http://www.dzi.de/spenderberatung/spendenauskunfte-und-information/. Sicher ist sicher und ein gesundes Misstrauen ist heute immer angebracht.

Schönen Abend und lieben Gruß, Brigitte

Martha-Maria Meier hat gesagt…

Liebe Brigitte, ich stimme Ihnen bei fast allen Einträgen in Ihrem Blog voll zu. Die junge Frau ist ja wohl ausgebildete Sozialarbeiterin. Hoffentlich ist sie später später abgesichert. Ihr Mann scheint sie ja tatkräftig zu unterstützen. Ein Kind hat sie inzwischen auch. Das muss alles geschafft werden! Wir Frauen machen meist den Fehler, in jungen Jahren nicht an die Rente zu denken... Ich spreche aus eigener Erfahrung, wobei ich nicht klagen kann und will. Auch Ihr politischer "Zeigefinger", auf die Misstände hin zu weisen, ist wichtig und gut! Ja, Gott sei es gedankt, ist die Lage überwiegend in unserem Land gut.
Herzlichen Gruß und ein sonniges Wochenende
Martha-Maria

Anonym hat gesagt…

Dazu muss ich sagen , dass die beiden Frau rasche und Partner jahrelang von GS -Leistungen gelebt hat . Nie zu Terminen erschienen ist und somit der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stand .
Es wurde immer über den Verein gedeckt -Arbeit auf 450 € Basis .
so konnte man vor Ort auch ein Häuschen bauen.
das Echo im Harz ist nicht ganz so großartig wie dargestellt.
Man muss immer 2 Seiten sehen und prüfen.

Mit freundlichem Gruß
Elisabeth