Dienstag, 18. Oktober 2011

So macht man ein Viertel systematisch zum Ghetto ......

Mein Leserbrief zu diesem Artikel:

Ich bezweifle, dass es eine gute Idee ist, ein Zentrum für psychisch Kranke an einer Hauptverkehrsstrasse einzurichten. Mal abgesehen davon, dass man Lehe damit immer mehr zu einem Ghetto der Armen und Kranken macht, sollte nicht eher ein ruhiger Ort dem Wohl der Kranken zuträglicher sein? Für Menschen mit psychischen Störungen ist es sicher heilsamer, wenn sie an einem Ort behandelt werden, wo sie auch einen kurzen Moment innehalten und zur Ruhe kommen können. Da gibt es sicher in Lehe, aber auch in den anderen Stadtteilen geeignetere Plätze als gerade das Sparkassengebäude in der Hafenstrasse. Vielleicht wäre ein Platz in den neuen Havenwelten für diese Leute besser geeignet. Der Blick auf's Wasser wäre sicher heilsamer als der Blick auf die vielbefahrene Hafenstrasse. Aber dort will man diese Kranken sicher nicht haben, weil sie das Bild der aufstrebenden Tourismusstadt stören würden. Und außerdem ist das alles wahrscheinlich schon eine abgehandelte Sache, weil die Sparkasse nach ihrer Sanierung ja einen solventen Mieter braucht und da die in Lehe auf normalem Wege nicht zu finden sind, springt halt die Stadt ein. Wäre schön, wenn sie das bei den normalen Hauseigentümern auch mal machen würde.

Kommentare:

Smilla hat gesagt…

Coucou chère Brigitte
ich kenne eure Stadt, resp. euren Stadtteil ja (noch) nicht, aber ich finde, dass auch eine Tagesklinik nicht unbedingt voll im Stadttrubel sein sollte.....
Bin gespannt wie sich diese Geschichte weiterentwickelt!
Wünsche dir einen gemütlichen Nachmittag und schone dich ein bisschen!
♥-lich Brigitte

Anonym hat gesagt…

Hallo Brigitte,
habe heute mit einigen Lehern gesprochen. Die Ansiedlung der Tagesklinik wird absolut nicht als Gewinn für den Stadttteil angesehen. Offensichtlich ist es so wie Du schreibst - Die Sparkasse sucht einen solventen Ankermieter - und viele Mittel sind Recht. In einer Stadt mit 10000 (zehntausend)Drogenkranken -Abhängigen (Nikotin nicht inbegriffen)und einer Arbeitslosigkeit von über 15% wird die Problematik mit Sicherheit nicht kleiner.
Auch die Kirchen haben immer mehr finanzielle Probleme und so kann man event. später einmal die Pausluskirche zum Obdachlosenheim umgestalten. H.J

Zwergrocker hat gesagt…

Man kann Dinge - ich erwähnte es schon - auch von der anderen Seite sehen.

Ein Mitglied meiner Familie besucht regelmäßig die derzeit noch in Reinkenheide befindliche Tagesklinik. Dies ist immer mit einem Aufwand an Zeit und Geld verbunden - allein für die Fahrerei mit Umsteigen, Wartezeiten etc. braucht sie drei Stunden, dazu dann noch der Gesprächstermin mit Wartezeit vorher!

Da sie in Lehe wohnt - wie sicher auch viele andere Hilfebedürftige -, ist sie sehr froh, in Zukunft Hilfe direkt vor Ort zu haben, vor allem, wenn es wirklich einmal "brennt".

Mein Hausarzt zieht auch in dieses Gebäude, ebenso andere Ärzte. Daß die Sparkasse so solvente Mieter gern sieht, ist ja wohl klar. Ich denke, ein Gesundheitszentrum wird gut für den Stadtteil sein - und um die Aussicht würde ich mir auch keine Gedanken machen, schließlich kann man auch in Richtung Leher Stadtpark schauen ;-)

Liebe Grüße
Petra

(die ihren Text gerade ein weiteres Mal schreiben mußte, da nach dem Einloggen der erste Text weg war)

Weserkrabbe hat gesagt…

@Zwergrocker: Liebe Petra, da hast Du sicher Recht, wenn Du sagst, dass es für die Kranken besser ist, wenn sie nicht nach Reinkenheide müssen. Ich meinte auch nicht, dass ich sie aus Lehe verbannen oder ausgrenzen will, sondern dass es bessere Plätze für so eine Tagesklinik gibt. Zum Beispiel das Kistnergelände wäre so ein Platz. Ich halte einfach die Hafenstrasse und da speziell das Sparkassengebäude als ungeeignet, aber wenn Du meinst, dass es den Kranken nichts ausmacht, dann soll es so sein.

liebe Grüsse
Brigitte

Kritiker hat gesagt…

Liebe Weserkrabbe,

es ist doch sehr schade, daß Sie meinen Kommentar gelöscht haben. Ich habe nicht beleidigt sondern mich zu Ihrer Meinung kritisch geäußert. Und dann kommt gleich der Rotstift? Ja-Sager haben Sie doch genügend. Warum laden Sie zum Kommentieren ein, wenn Sie nur zustimmende Kommentare zulassen?

Weserkrabbe hat gesagt…

@Kritiker: Ich habe absolut nichts gegen Kritik an meinen Beiträgen (siehe auch den Beitrag von Zwergrocker). Wenn sie aber persönlich beleidigend sind und das war Ihr Beitrag, dann lösche ich ihn, das ist mein gutes Recht und da habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen. Ausserdem lösche ich im allgemeinen immer Beiträge von Leuten, die ich nicht kenne oder wie in Ihrem Fall, die sich mit dem nichtssagenden Absender Kritiker schmücken, aber nicht genug Mumm haben, ihren richtigen Namen zu nennen.
Brigitte die Weserkrabbe

Weserkrabbe hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.