Mittwoch, 14. Oktober 2020

Ich bin wieder da!

So, ihr lieben, nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Auch, wenn ich jetzt einige Zeit wieder pausiert habe, so hatte das natürlich auch einen guten Grund. Erstens natürlich die Pandemie, die mir schon Angst gemacht hat und immer noch macht, aber mittlerweile ist die Angst doch ein bisschen weniger geworden, denn ändern kann man eh nicht viel. Das einzige, das etwas bringt ist, zuhause zu bleiben, Abstand wahren, Hygiene einhalten und wenn man doch mal unterwegs ist Maske tragen, wenn es vorgeschrieben ist. Dass ich nicht schon vorher geschrieben habe liegt auch daran, dass ich mich hier nur immer wieder aufgeregt hätte über diejenigen, die die Schutzmaßnahmen entweder nicht ernst genug nehmen oder sich gleich gar nicht daran halten, was ich unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber finde. Aber da Ärger nur verschwendete Energie ist, wollte ich die Energie, die ich noch habe, anders umsetzen. Und so bin ich dann viel zuhause geblieben, habe viel gelesen, Hörbücher gehört und habe mich über den Aktienmarkt ein bisschen schlauer gemacht, denn ich finde es wichtig, dass sich die Frauen auch immer mal wieder mit den Finanzen beschäftigen, damit man von der Wirtschaft mehr versteht. Ich fand die Zeit der Abschottung eigentlich gar nicht so schlimm für mich, da ich ganz gerne auch alleine bin und mich nicht gleich einsam fühle. Die Kontakte nach draußen müssen dabei natürlich über das Telefon und Smartphone weiter gepflegt werden und ab und an schauen auch schon mal Freunde einzeln vorbei. Natürlich wird dann auch Abstand gehalten und wer will kann dann auch die Maske aufbehalten, wenn er sich dabei sicherer fühlt. Dass diese Situation für viele andere natürlich auch eine andere ist, weil sie z.B. nicht arbeiten können oder nur im Home-Office mit der Familie arbeiten können, ist klar. Und natürlich ist es ganz schlimm für die vielen Selbstständigen, die vielfach durch die Coronazeit sich am Rande des Abgrundes (sprich Insolvenz) befinden und nicht wissen wie sie das alles bewältigen sollen. Und zum Schluß kommen da noch die alten Leute, die zuhause oder in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf den Kontakt mit ihren Familienmitgliedern ganz verzichten müssen. Ich glaube, die sind emotional am schlimmsten betroffen, denn viele von ihnen können ja überhaupt nicht verstehen, was da überhaupt los ist. Ich hoffe jetzt nur, dass wir trotz der wieder steigenden Zahlen nicht nochmal durch das ganze Lockdown gehen müssen, sondern, dass die Leute vernünftig genug sind und sich an die Regeln halten. Und da es neben Corona noch mehr Leben gibt habe ich mich heute ganz besonders über eine Email eines Jugendfreundes aus Kanada gefreut von dem ich schon lange nichts gehört habe. Er schaut wohl ab und zu auf meinen Blog und stellte nun enttäuscht fest, dass ich so lange nichts geschrieben habe und er das vermisst habe. Bei ihm geht es natürlich auch darum, dass er Neuigkeiten aus Bremerhaven und insbesondere über den Stadtteil Lehe zu lesen bekommt, in dem er und ich aufgewachsen sind. Dass ich inzwischen in einen anderen Stadtteil umgezogen bin, hat er nicht mitbekommen, aber dieser Stadtteil liegt direkt an der Grenze zu Lehe, so dass ich weiterhin noch alles mitbekomme, was in Lehe vor sich geht. Dort passiert schon seit einigen Jahren einiges in Sachen Sanierung, aber es wird wohl noch einige Jahre dauern bis Lehe wieder der schönste Stadtteil zum Leben und Wohnen ist. Das ist zumindest meine Meinung andere sind da anderer Meinung und fühlen sich nach wie vor sehr wohl dort und würden da nie wegziehen. Für mich aber war es schwer, mein Elternhaus zu halten oder sogar zu modernisieren, weil ich mich um alles alleine kümmern mußte und gesundheitlich eben nicht mehr fit genug dafür war. Außerdem gibt es in der Hafenstraße derzeit noch keine Garantie, dass man solide Mieter bekommt, wenn man die Wohnung gerade saniert hat. Dies ist in den Nebenstraßen etwas anders vor allem in der Goethestraße, der schönsten Straße des Stadtteils. Dort saniert zur Zeit der "Profi-Sanierer" Rolf Thörner, der schon einige Häuser sehr schön wieder hergerichtet hat. Ich hätte das jedenfalls nicht gekonnt, denn wer gibt privaten Sanierern schon so hohe Kredite. Thörner kennt wohl aus vorhergehenden Projekten viele Investoren und so kann er auch vernünftig sanieren. Lehe kann froh sein, dass Thörner sich für Lehe entschieden hat. Auch, dass die Sail 2020 dieses Jahr nicht bei uns stattfinden konnte, ist natürlich traurig. Ich hatte mich schon so darauf gefreut und auch Freunde dazu eingeladen. Nun wurde sie abgesagt und den Freunden auch. Nun soll es ja nächstes Jahr eine "Lütte Sail" geben und dann holen wir alles nach.

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