Samstag, 24. Oktober 2020

Ich bin total überrascht .....

Ich habe heute wieder eine Mail von meinem Jugendfreund Frank bekommen, in der er mir schreibt, was er über die ganzen Jahre seit seines Wegzugs aus Bremerhaven alles gemacht hat und auf welchem aktuellen Stand er mit seinem Wissen über die Entwicklung seiner Heimatstadt ist. Und ich muß sagen, es ist schon toll, wie er sich auf dem Laufenden gehalten hat. Nachdem ich alles gelesen habe, habe ich fast den Eindruck, er weiß mehr über meine Stadt als ich, die hier ja schon seit 2006 wieder lebt. Natürlich bin auch ich auf dem neuesten Stand, habe mich ja nicht umsonst auch viele Jahre für meinen Stadtteil Lehe engagiert, aber schließlich bin ich ja auch hier vor Ort und nicht am anderen Ende der Welt. Da kann man mal wieder sehen,wie einen die Heimat bzw. Heimatstadt doch prägt und dass man gewisse Dinge aus der alten Heimat nie vergißt oder auch gewisse Gewohnheiten einfach auch in der Fremde pflegt. Er war in der Zwischenzeit schon oft wieder in Bremerhaven zu Besuch bei seinem besten Freund, aber wir haben uns leider nie getroffen. Nun hat er angekündigt, dass er wenn alles klappt im Juni/Juli 2021 wieder in die Heimat kommt, vielleicht klappt es ja dann, dass auch wir uns auch mal wieder sehen. Wäre schon schön. Ansonsten machen mir die steigenden Zahlen von Corona schon ein bisschen Angst, zumal ich zu den Risikopatienten gehöre. Aber, außer sich an die Regeln zu halten hat man ja kaum Möglichkeiten darauf Einfluß zu nehmen und muß darauf hoffen, dass das Schicksal es gut mit einem meint.

1 Kommentar:

Mr. Frank hat gesagt…

Liebe Brigitte: Ein big Hallo aus der USA! Du hattest absolut Recht in Deinen 24. Oktober-Blog das eine Heimatstadt immer wieder prägt gewisse Dinge aus der alten Heimat. Heute in typischer Manier war Bremerhaven Mitte in meinem Kopf und ich fühlte mich gezwungen, eine Note der Sorge und Hoffnung hinter zu lassen. Die Situation: “Karstadt und die Suche nach Rezepten!” Der Räumungsverkauf hat begonnen und im 18. Januar 2021 soll zum letzten Mal geöffnet werden? Wird die Stadt Bremerhaven das Karstadt-Gebäude kaufen oder wird es abgerißen? Welche alternativen oder kreativen Lösungen liegen auf dem Tisch? Soll die Fußgängerzone zum Hafen geöffnet werden? Abelmann Fischfeinkost in dem gläsernen Pavillon auf der südlichen Fußgängerzone wird sich nun auch zurückziehen. Keine saftigen Fischbrötchen mehr.

Die Karstadt absence natürlich betrifft auch “Mein Outlet. Wird der Umbenennungs und die geplannte Umbenennungs Outlet Store Mix des ehemaligen "Mediterraneo" angesichts der vielen anderen erwarteten kleineren Ladenschließungen funktionieren? Allgemeiner Kundenrückgang und weniger Tourismus in der Innenstadt?

So auch für unseren Herrn Ralf Steinebrunner, Center Manager bei 'Mein Outlet', klingt das nicht gut. Ich denke, dass er unbedingt mit seiner Unternehmensführung (Home Office) sprechen muss und dafür, dass “Gefälligkeiten” kassiert werden können und neue Mieter (und Investors) in die Stadt zu drängen.

Beispiel: Als ich in 1986 in die USA zurückkehrte, arbeitete ich 6-Jahre lang bei der ‘Simon Group’ und die bis heute immernoch der größte Premium Outlet Center Entwickler in den USA ist. Wir bei SIMON haben oft Einzelhandelsketten in unsere neueren Premium Outlets oder Einkaufszentren "gehebelt" und speziell für Centers die zu langsam für uns wachsten und auch in die Stadtteile in unmittelbare Umgebung von our Outlets. Wir mussten natürlich Mietkonzessionen, Zusicherungen für zukünftige Zusagen von bevorzugten Ladenstandorten geben, usw. Wir haben auch mit vielen wichtigen und anderen verbundenten Ketten (non-outlet retailers) Geschäftspartnern gesprochen as part of our (2500 Outlet Tenants) list of Leasingkontakte und diejenigen fördern, die Stadt oder das Umfeld unserer eigenen Immobilien zu berücksichtigen. Geschäfte machen, von denen alle Beteiligten profitieren.

Die Bürgermeister begrüßten in der Regel alle unsere proaktiven Schritte und als alle unsere Outlet Centers befanden sich in erster Linie in ländlichen kleineren Stadtgebieten abseits von Innenstädten, aber immer direkt angrenzend oder in der Nähe großer Interstate-Autobahnen. Natürlich im Hinterkopf mit Touristen auf dem Weg zu relativ nahen und bekannten Urlaubszielen. Und mit plenty of Urlaubsgeld in der Tasche. Damit wussten wir also sehr gut, wie wir mit kleineren Städten und deren Kommunen umzugehen und sie zu unterstützen.

Wir haben uns auch eingelassen für eine komplette und kostenlose Standortplanung und analyse von unseren hauptengagierten Wirtschafts Beratern (Consultants) und für die Zusammenarbeit mit den einzelnen städtebaulichen Initiativen. Ich denke das Ralf Steinebrunner und seine Unternehmer sollten ihr anhaltendes Engagement und support für Bremerhaven-Mitte anbieten und unter Beweis stellen.

Dann Claudia Bitti, Oberbürgermeister Melf Grantz und die Vertreter der Bremerhavener City-Initiative gleichzeitig offen und bereit zu stehen? Und dann kam Moritz Schmeckie! An der Theke in der Kleinen Hexe auf der Lessingstrasse betonte er die Botschaft zu seinen künftigen Abiturienten: "In Lehe und Bremerhaven brauchst du keine Tagträumer, die Luftschlösser bauen", sagt Schmeckies. "Du brauchst Leute, die gut was aufm Buckel haben”. Das Problem: “Wir müssen jezt jemand finden in Bremerhaven der einen grossen Buckel hat!”