Sonntag, 21. März 2021

Uns geht es einfach zu gut

Wo leben wir eigentlich? Wenn ich die Bilder aus Kassel über die Demonstration gestern sehe, frage ich mich, ob die Leute, die dort prostestieren noch ganz richtig im Kopf sind. Wenn wir keine anderen Sorgen haben, als in dieser Pandemie Masken zu tragen und die Lockdowns durchzustehen, bei denen die Einschränkungen schon für manche hart sind, aber eben unabdingbar wegen der Gefahr, dass die Infektionen wieder in ungeahnte Höhen steigen und es da kein Argument gibt, die Lockdowns zu lockern. Klar passieren dabei auch immer wieder Ungerechtigkeiten, die ich auch nicht entschuldigen will, aber wir sind alle Menschen und Menschen machen auch Fehler. Aber im großen und ganzen hat unser Land die Pandemie ganz gut in den Griff bekommen, auch wenn jetzt die dritte Welle voll zuschlägt, was aber wohl kein Land verhindern kann. Und uns mit Israel oder anderen kleinen Ländern zu vergleichen ist auch nicht korrekt, da dort eben ganz anders gehandelt werden kann als in den großen Ländern. Und alle Vorwürfe, dass die USA und Großbritannien z.B. mehr Impfstoff haben und unbürokratischer durchimpfen, sind unberechtigt, weil wir Deutschen eben doch von Haus aus eher die Erbsenzähler und Korinthenkacker sind und wir das auch nicht so schnell abschütteln können. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute eine Impfung verweigert hätten, wenn wir nur Notzulassungen gehabt hätten und man sich überall hätte impfen lassen können. Trotzdem verstehe ich die gestrigen Ausschreitungen in Kassel überhaupt nicht. Diese Leute müssten richtig zur Kasse gebeten werden und wenn sie mal erkranken sollten, sollten sie auch selbst für ihre Behandlungen bezahlen müssen. Es kann einfach nicht sein, dass ich mich gegen die derzeitigen Maßnahmen auflehne und mich dann aber im Notfall auf die Solidarität berufe und Hilfe von denjenigen verlange, die sich systemkonform verhalten haben. Dass manche Leute sich nicht impfen lassen wollen, ist ihre Sache, aber dann darf man auch nicht erwarten, dass andere für sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen. Ich verstehe auch nicht die Pfleger/innen und Krankenschwestern sowie andere in den sozialen Systemen arbeitenden Menschen, die die Impfung verweigern.  Diese dürften dann eben nicht in solchen Berufen arbeiten, wo ihre Haltung eine Gefährdung für die anderen ist.

1 Kommentar:

Mr. Frank hat gesagt…

Hallo Brigitte. Grüße aus "Dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und wo die Straßen mit Gold gepflastert sind." Zumindest sagten mir das meine Freunde, als ich in 1965 Bremerhaven mit einem großen grauen amerikanischen Truppentransporter nach New York verließ. Jetzt erinnere ich mich noch wie das gesamte Schiff wurde sehr ruhig, als wir in den New Yorker Hafen einfuhren. Alle an Deck suchten nach der (Statue of Liberty) Freiheitsstatue, die aus dem Nebel kam. Die vielen Einwanderer hatten kein trockenes Auge im Gesicht. Es herrschte ein Gefühl von Freiheit, Chancen und Wohlstand, und insbesondere für diejenigen, die aus den Osteuropäischen Euro-Teilen ausgereist waren. Inzwischen aber und über den letzten 35-40 Jahren haben sich die Dinge in Amerika viel verändert und nicht unbedingt zum Besseren.

Uns geht es einfach zu gut? Wo leben wir eigentlich? Ich kann leider nicht die Deutsche politische Szene intelligent kommentieren oder besuchen, aber Deutsche Politics in großen Ramen sind in der Tat universell und gelten auch in die USA. Bisher sind in den USA etwa 16% der Menschen vollständig geimpft. Insgesamt sind bis heute etwa 4-Millionen Menschen für ihren zweiten Schuss des COVID-Impfstoffs überfällig.

Straßeninterviews und Aussagen besagten, dass viele jetzt auf den verfügbaren one-shot only Johnson & Johnson-Impfstoff warten. Dann gibt es aber auch Verwirrung darüber, welcher Impfstoff der beste und sicherste ist, insbesondere mit der kürzlich erfolgten Abgabe des AstraZeneca-Impfstoffs in Europa. Da keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit vorliegen, wem soll man glauben? Die Weltgesundheitsorganisation? Das RKI fast so bekannt wie die WHO in Deutschland oder das Robert Koch-Institut?

Aber in den letzten Wochen, mit Tausenden von nicht verwendeten Dosen von AstraZeneca, die anscheinend in Deutschland leicht erhältlich sind, wurde festgestellt: "Jetzt plötzlich," das viele sie ablehnen denn dass er weniger wirksam ist als der Pfizer-BioNTech-Impfstoff?

In den USA sind Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson nur für Erwachsene zugelassen. Der AstraZeneca Corona-Impfstoff ist in den USA nicht anerkannt.

Bisher sind mehr als 525.000 Menschen hier an dem COVID-19 Virus gestorben.
Ich selber habe beide Dosierungen des BioNTech Pfizer-Impfstoffs erhalten, aber seit einigen Wochen (4) und nach dem second-shot habe ich immer noch Probleme mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Übelkeit.

Florida und Texas beide Staaten hier sind weit offen und keine Gesetze für vollständige Restaurantbesuche noch deren Geldstrafen oder Einschränkungen für soziale Aktivitäten exist. In Vancouver, WA, fahren viele einfach nach Oregon (5 Kilometer entfernt) als da alle Restaurants are geöffnet und ohne Maske herlaufen ist erlaubt. Hannes berichtete, dass der Inzidenzwert fällte leicht in Bremerhaven. Er liegt jetzt bei 249,9. Wo letzte Woche wurde noch ein Wert von 257,8 gemeldet.